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Boxen Homepage soll Boxsport beleben

Von olik | 23.12.2016, 23:45 Uhr

Ehemaliger Wittenberger Kämpfer Norbert Vau gestaltet Seite der Veritas-Boxgeschichte bis 1989 / Noch gute Kontakte in die Elbestadt

Der Boxsport in Wittenberge hat Tradition. Und über Jahrzehnte dank der vielen sportlichen Erfolge einen sehr guten Ruf. Weit über die Grenzen der Prignitz verstreut. An diese Zeiten erinnern, die damaligen Hauptpersonen vorstellen und auch ehren sowie die Wittenberger – und nicht nur die – für den Boxsport begeistern, dieses Ziel hat sich Norbert Vau gesetzt.

Auch Vau gehört zu den Personen, die einen Teil der 40 Jahre Boxgeschichte in Wittenberge von 1949 bis 1989 mitgeschrieben hat. Als Aktiver im Ring. Seit Kurzem gibt es eine Homepage. Die Seite www.wittenberge-prignitz-boxsport.de bietet – angereichert mit Bildern und Zeitungsauschnitten – viele Informationen über die damalige Zeit. Unterstütz beim Aufbau dieser Seite wurde Norbert Vau von Manfred Wittkowski, Rüdiger Balzuweit und Thomas Becker.

„Die Homepage soll die Geschichte für viele Wittenberger zugänglich machen, gleichzeitig die Würdigung für die Erfolgstrainer Manfred Wittkowski, Horst Bittmann und Harry Polzin sowie natürlich auch die ehemaligen Boxer sein. Gerade der Einsatz von Manfred Wittkowski für den Boxsport und seine Arbeit als Trainer ...unglaublich“, erzählt Norbert Vau.

Was dort jetzt im Internet zu bestaunen ist, soll erst der Anfang sein. „Die Homepage wird laufend verändert und erweitert. Das Material über die Boxgeschichte ist so umfangreich, da könnte man Bücher schreiben“, meint Norbert Vau, der auf Rügen geboren ist und vor ein paar Jahren dorthin zurückkehrte. Deshalb möchte er seine Wittenberger Kontakte in Zukunft pflegen. Neben Manfred Wittkowski sind das Klaus Kotke, Rüdiger Balzuweit, Uwe Erdmann, Fredi Erdmann oder Gerhard Staack. „Und vor allem Thomas Becker, der die Geschichte kennt und ein guter Freund ist sowie die alten Zeiten als Sportler mitgestaltet hat“, berichtet Vau, dessen Frau aus Wittenberge stammt.

„Ich hoffe, dass wir 2017 etwas beitragen. Treffpunkte der alten Garde. Grillen, Angeln oder Training“. Und der gelernter Kunst und Bauschlosser und Meister geht noch einen Schritt weiter: „Vielleicht wird es möglich sein, in Wittenberge im Boxbereich Veranstaltungen und Hilfe für den Nachwuchs zu schaffen.“

Doch zurück zu den Erinnerungen. Die betreffen bei Norbert Vau die Erfolge in der Zeit von 1976 bis 1981. Die Veritas-Staffel boxte in der 1. und 2. Liga. Oder seine Teilnahme an den 30. DDR- Meisterschaften in Gera im Jahr 1978. Er stand im Viertelfinale, kämpfte um die Bronzemedaille, verlor aber. Ein Fehlurteil – das sahen damals auch die Medien so. „Wir waren eine gute Sporttruppe. In der Halle und Freizeit“, erinnert sich der heute 62-Jährige gern an damals zurück.


„Boxen bildet den Charakter“

Und wenn Vau, der nach 46 Berufsjahren jetzt Rentner ist, nach der Bedeutung des Boxsports gefragt wird, klingt seine Antwort wie ein flammendes Plädoyer für das Duell Kämpfer gegen Kämpfer im Ring: „Boxen ist gut für den Alltag, gibt Selbstvertrauen, ist gut für den Zusammenhalt, bildet den Charakter und ist ein guter Motivator im Leben. Die Selbstständigkeit wird entwickelt. Für mich persönlich der Baustein meiner Entwicklung im Leben.“

Familie, der Job – zuletzt als Konstrukteur CAD Maschinenbau – und der Sport. Gibt es noch Hobbys? „Ja, das sind die Kunstmalerei, Werbung-Beschriftungen, Angeln und Boxsport“, gibt Norbert Vau einen kleinen Einblick in sein Privatleben.