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Fussball Geduld mit Sieg belohnt

Von olik | 31.08.2015, 02:52 Uhr

FSV Veritas besiegt alten Rivalen Nauen 3:1 (0:0)

Die Fußballer des FSV Veritas Wittenberge/Breese bescherten ihrem Anhang im Ernst-Thälmann-Stadion einen kurzweiligen Nachmittag mit reichlich Abwechslung. Beim 3:1 (0:0) gegen den VfL Nauen sahen die 140 Zuschauer zunächst einen Sommerkick, dann eine Steigerung nach der Pause, die später in fast schon dramatischen fünf Minuten und einen verdienten Sieg gipfelte.

In den ersten 45 Minuten neutralisierten sich beide Mannschaften. Die körperlich robusten Gästespieler ließen wenig zu, aber nach vorn kam nicht viel. Dafür diskutierten sie gern untereinander. „Hast denn hier jeder was zu sagen, es reicht“, sorgte VfL-Trainer Wladimir Siverin mit einem lauten Kommando von außen für Ruhe. Veritas hatte mehr Spielanteile und auch ein paar gute Chancen durch Schüsse von Marvin Michitsch und Sebastian Metschulat. Doch bis zur Pause blieb es beim 0:0.

Nach dem Wechsel erhöhten die Platzherren langsam den Druck, gingen aber nicht volles Risiko. Dann stieg Frederik Töpfer nach einem Freistoß am Höchsten und köpfte den Ball zur 1:0-Führung ins Tor (57.). „Wir haben Geduld bewiesen und öfters mal die Positionen gewechselt. Für Freddy freut mich sein Tor besonders“, sagte Veritas-Trainer Swen Bober zum Führungstreffer. Kurz darauf traf Norman Hurlbrink mit einem fulminanten Schuss nur die Latte.

Veritas schien am Drücker, doch dann fiel aus heiterem Himmel der Ausgleich. Einen weiten Einwurf verlängerte der Nauener Ronny Nandke per Kopf zum 1:1 (75.). Das war der Auftakt von fünf verrückten Minuten. Nur 60 Sekunden später sah VfL-Spieler Malte Seegebarth die gelb-rote Karte. Wiederum eine Minute danach nimmt Tobias Bober eine Eingabe von rechts direkt und trifft zum 2:1. „Das war wichtig, dass wir schnell geantwortet haben“, erklärte Swen Bober. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass das Spiel auch hätte kippen können.

In der 80. Minute konnte sich der Veritas-Coach dann endgültig entspannen. Wieder spielte seine Elf schnell nach vorn und erneut Tobias Bober sorgte mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze mit dem 3:1 für die Entscheidung.

„Ich bin zufrieden mit der Leistung der Mannschaft“, sagte Swen Bober abschließend. Mit diesem Erfolg überholte Veritas den VfL in der Tabelle und belegt jetzt Rang fünf.