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Sport in der Prignitz Ein Tor entscheidet Kartenfestival

Von olik | 25.03.2018, 21:19 Uhr

Veritas Wittenberge/Breese gewinnt durch Bober-Treffer 1:0 gegen Gülitz / Zwölf gelbe Karten im keineswegs unfairen Spiel

Ein Tor von Tobias Bober (32.) entschied das Kreisderby in der Fußball-Landesklasse West zwischen dem FSV Veritas Wittenberge/Breese und Rot-Weiß Gülitz. Beim 1:0 (1:0)-Erfolg der Gastgeber boten beide Teams den 170 Zuschauern im Ernst-Thälmann-Stadion wenig Unterhaltung. Die Partie lebte von der Spannung. Veritas überholte durch den zweiten Sieg in diesem Jahr in der Tabelle Wacker Meyenburg und kletterte auf Rang neun, Gülitz bleibt Vorletzter.

Nach einem sehr ruhigen Beginn übernahmen die Platzherren nach einer Viertelstunde ein wenig die Initiative. Zunächst ohne zählbaren Erfolg. Dann erreichte ein langer diagonaler Ball Tobias Bober. Der drang auf halbrechts in den Strafraum ein und überwand den Gülitzer Torhüter Oliver Hähnke mit einem Schuss ins lange Eck zum 1:0. In dieser Szene hatte die Abwehr der Rot-Weißen zu sorglos agiert.

Jetzt wurden die Gäste, die mit ihren vier im Winter verpflichteten Zugängen Mursel Ajdarpasic, Francis Banecki, Leonard Tseke und Sabit Alimanovic antraten, etwas aktiver. Die bis zum Wechsel beste Ausgleichschance, ein Freistoß von Sabit Alimanovic, parierte aber Veritas-Keeper Martin Marx.

Nach der Pause betrieb Gülitz großen Aufwand und bestimmte das Spiel, ohne aber zu großen Möglichkeiten zu kommen. Die Veritas-Elf lauerte jetzt auf Konter und hatte die besseren Gelegenheiten. Patrick Waltinger und Christian Münster vergaben frei vor dem Gäste-Tor das mögliche 2:0. Und manch ein Anhänger der Gastgeber fühlte sich an die Potsdam-Partie erinnert. Auch dort vergab die Krause-Elf mehrfach die Vorentscheidung und bekam dann noch den Ausgleich.

Das geschah diesmal nicht. Die Wittenberger holten sich dank der besseren Gelegenheiten den verdienten Sieg. „Im Moment hapert es im Abschluss. Wir lassen zu viele Chancen ungenutzt. Ansonsten haben gut gestanden und nur wenig zugelassen“, war Veritas-Trainer Christian Krause froh, dass die drei Zähler in einem Spiel, in dem Schiedsrichter Michael Path (Perleberg) zwölf gelbe Karten verteilte, unter Dach und Fach waren.

Sein Gegenüber Lars Kruse haderte ein wenig mit dem Spielausgang. „Wir haben uns für den Aufwand nicht belohnt, weil bei uns der letzte Pass, der letzte Durchstecker gefehlt hat. Wir müssen unsere Punkte nicht unbedingt in Wittenberge holen. Aber hier wäre ein Punkt für uns durchaus möglich gewesen“, sagte er.