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Boxen Brähmer zurück auf dem Thron

Von olik | 15.12.2013, 20:00 Uhr

Schweriner lässt sich von Don Kings Störfeuer nicht aus der Ruhe bringen und holt sich in Neubrandenburg seinen Titel

Wie es nun weitergehen soll, darauf wollte am frühen Sonntagmorgen im Sauerland-Lager noch niemand eingehen. Im Raum steht eine Titelvereinigung, die die WBA für April 2014 zwischen dem Neubrandenburg-Sieger und Beibut Shumenow ins Auge gefasst hat. Nach dessen 14-monatiger Ringabstinenz hatte die WBA den kasachischen Weltmeister zum Superchampion und im Gegenzug den nun von Brähmer gewonnenen WM-Titel als vakant erklärt. Shumenow gab übrigens ebenfalls an diesem Wochenende sein Comeback und schlug dabei den Ungarn Tamas Kovacs in der dritten Runde K.o.


„Ich muss jetzt nach Hause, einen Weihnachtsbaum kaufen“

„Jürgen Brähmer hat das sehr clever gemacht. Er hat seine eigenen Schlagkombinationen gebracht und das meiste vom Gegner unterbunden, auch mal mit Klammern und Halten. Oliveira war ihm taktisch nicht gewachsen“, verpasste in Startrainer Ulli Wegner ausgerechnet einer der härtesten Brähmer-Kritiker dem Schweriner den Ritterschlag.


Ritterschlag vom Kritiker: Ulli Wegner lobt den Champion

Und ob! Dank Don King werden sich die Fans hierzulande an die Neubrandenburger Dezembernacht von anno 2013 noch erinnern, wenn alle anderen Boxabende schon längst vergessen sind. Jürgen Brähmer allerdings zu verunsichern oder gar aus dem Konzept zu bringen, dieses Ziel hatte der umtriebige Ami mit seiner Aktion glatt verfehlt. Ungerührt gewann der Schweriner den Gürtel und darf sich nun zum zweiten Mal Weltmeister nennen, nachdem er von 2009 bis 2011 schon den WM-Gürtel der WBO innegehabt hatte.