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HAndball Auch Handballer beenden Saison

Von olik | 14.04.2020, 20:08 Uhr

Landes- und Kreisfachverband folgen der DHB-Empfehlung

Nach den Volleyball- und Tischtennisligen haben jetzt auch die Brandenburger Handballer ihre Spielzeit vorzeitig beendet. Das Präsidium des Handball-Landesverbandes (HVB) erklärte die Handballsaison 2019/20 zum 20. April beendet. Es finden bis dahin keine weiteren Spiele statt. Es gelten die aktuellen Tabellen.

Weiter heißt es in der Entscheidung des HVB: „Der Meldeschluss für die Saison 2020/21 wird auf den 15. Mai 2020 festgelegt. Es gibt im Landesspielbetrieb des Handballverbandes Brandenburg keine Absteiger in der Saison 2019/20. Die Staffelsieger und Aufstiegsberechtigte können ihr Aufstiegsrecht (entsprechend den Durchführungsbestimmungen des HVB) wahrnehmen… Die Entscheidung hinsichtlich der Wertungsgrundlage für Staffelsieg und Aufstiegsberechtigung relevanten Tabellenplatzierung steht noch aus. Hier möchte das Präsidium den Bundesratsbeschluss des DHB zu diesem Thema abwarten, der in den kommenden Tagen erwartet wird. Es gilt als wahrscheinlich, dass die aktuellen Spitzenreiter auch die Staffelsieger sind. Das Präsidium bekräftigt, dass der HVB-Pokal 2020/21 stattfinden soll. Es steht jedoch noch eine Entscheidung hinsichtlich Modus und Terminierung der Pokalrunden aus.“

Die Mannschaften des PHC Wittenberge, SV Blau-Weiß Perleberg und HC Pritz walk von den Herren über die Frauen bis zur D-Jugend hätten noch je nach Liga zwischen einem und fünf Spielen absolvieren sollen, haben also jetzt Saisonschluss. Dabei betraf die am vergangenen Donnerstag veröffentlichte Mitteilung zunächst nur die Spielbetrieb auf Landesebene. „Doch wir haben uns schon am Samstag darauf verständigt, der Empfehlung des HVB zu folgen und die Saison für die Kreise Oberhavel, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz ebenfalls zum 20. April zu beenden“, sagte Rudolf Rienaß vom auch für die Prignitz verantwortlichen Kreisfachverband Ostprignitz-Ruppin auf Anfrage.

Die Prignitzer Handballer reagieren mit Verständnis auf diese Entscheidung. „Das ist schon richtig so. Aufgrund der gesundheitlichen Situation ist der Handball momentan nur Nebensache. Auch wenn es eine komische Situation ist. Wir hoffen, dass es schrittweise wieder vorwärts geht“, erklärte Ingo Lipinski, Vizepräsident des Verbandsligisten PHC Wittenberge. Die Elbestädter sind bereits mitten in den Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit 2020/21 was die Meldungen von Mannschaften am Spielbetrieb oder die personelle Besetzung der Teams betrifft.

Mirko Helmdach findet das Saisonende „sportlich schade, aber in dieser Situation leisten wir gern unseren Beitrag dazu“, meinte der Spielertrainer der Landesligaherren von Blau-Weiß Perleberg. Ihn beschäftigt auch die Situation bei der von Silvia Buss und ihm betreuten D-Jugend. „Für die Kinder ist das besonders schlimm. Lange kein Training gemacht, jetzt keine Spiele mehr. Das müssen wir ihnen nach den Ferien erst einmal in Ruhe erklären. Aber wir wollen auf jeden Fall – wenn es wieder geht – noch Turniere veranstalten. Notfalls auch in den Sommerferien“, berichtete Mirko Helmdach.

Der Abteilungsleiter der Blau-Weißen gewann dem Saisonende etwas Positives ab: „Wir sind Tabellenzweiter. Das ist doch etwas. Und weiter nach oben wäre für uns nichts gegangen“, sagte Mirko Großer. Auch in der Rolandstadt steht die neue Spielzeit schon mitten im Fokus. „Wir werden wieder zwei Herrenmannschaften melden und auch im Jugendbereich. Von der jetzigen D-Jugend wechselt die Hälfte aus Altersgründen in die C-Jugend. Die beiden Teams könnten weiter zusammentraineren, aber für den Spielbetrieb bräuchten wir dann noch weitere Trainer“, erklärte Großer weiter.

Melden für die Landesliga wird auch wieder der HC Pritzwalk. Coach Sebastian Wienke kommentierte in den sozialen Medien das Saisonende kurz und knapp: „Schade, aber richtig.“