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Sport in der Prignitz Am Ende wurde es noch eng

Von TOGO | 18.07.2018, 23:51 Uhr

Einheit Perleberg schließt Saison in der Fußball-Landesliga Nord auf Rang 12 ab / Mit Trainerduo Schutta/Prüfer in die neue Spielzeit

Mit dem Trainingsauftakt am kommenden Samstag (21. Juli) beginnen die Kicker des SSV Einheit Perleberg nach der knapp fünfwöchigen Sommerpause mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Grund genug für den „Prignitzer“, noch einmal auf die vergangene Spielserie der Rolandstädter in der Fußball-Landesliga Nord zurückzublicken.

„Das war schon eine merkwürdige Saison“, weiß auch André Schutta, der als Trainer seit drei Jahren beim Landesliga-Team des SSV in der Verantwortung steht. Der Coach wollte nach dem starken siebten Platz in der Vorsaison eigentlich neue Reize setzen und hatte Rang fünf als Saisonziel avisiert. Am Ende mussten die Perleberger sogar um den Klassenerhalt zittern. „Wir waren lange einfach zu sorglos. Dann wurde es sogar noch einmal richtig eng. Am Ende haben wir uns aber selbst aus dem Schlamassel gezogen“, blickt Schutta auf die zweite Halbserie zurück.

Nach der schon von einigen Hoch und Tiefs geprägten Hinrunde (16 Punkte und Rang 10) fand Einheit nach der Winterpause nicht mehr richtig in die Spur. Zwei Siege, sieben Unentschieden, fünf Niederlagen und insgesamt 13 Punkte brachten die Männer um Kapitän Christian Becken noch in die Wertung. Mit 29 Punkten und 35:56 Toren landeten die Kreisstädter schließlich auf dem 12. Rang.

Für die fehlende Konstanz bei seinem Team machte André Schutta die mangelnde Trainingsbeteiligung einiger Akteure, arbeitsbedingte Ausfälle und Verletzungen aus. Und den seiner Meinung viel zu dünnen Kader. „Die Ausfälle konnten wir nicht kompensieren“, so der 41-jährige Coach, der die erste Partie nach der Winterpause in Neustadt als Schlüsselspiel ausmachte. „Ein ganz wichtiges Spiel und da fahren wir nur mit elf Mann hin“, erinnert sich Schutta an das 0:1.

Danach folgten sieben Spiele ohne Sieg. Erst beim 2:0 in Wittstock durch Tore von Björn Bauersfeld und Veit Gerigk riss die Negativserie. Es folgten ein 2:2 bei Babelsberg 03 II und eine 2:6-Heimpleite gegen den FC Schwedt. Plötzlich war der Abstieg wieder ein Thema.

Mit dem Rücken zur Wand machte Einheit beim immens wichtigen 2:1-Heimerfolg gegen den späteren Vizemeister RSV Eintracht aus Stahnsdorf das wohl beste Spiel der Rückrunde. Mit dem 1:1 beim Angermünder FC am vorletzten Spieltag war der Klassenerhalt perfekt. In diesen beiden Spielen gelangen dem lange pausierenden und erst in der Rückrunde wieder zum Stammkader gehörende William Richart entscheidende Tore. „Das waren die Impulse, die wir gebraucht haben“, zollte André Schutta dem 26-Jährigen Offensivallrounder ein Sonderlob.

Das abschließende 0:0 gegen Hennigsdorf war nur noch für die Statistik. Emotional wurde es dennoch. Mit Patrick Mostaller, der nach acht Jahren beim SSV zurück zu seinem Heimatverein SV Groß Buchholz wechselt, wurde ein verdienter Spieler verabschiedet.

Trotz der im Vergleich zur Vorsaison schlechteren Bilanz sieht der Einheit-Trainer die Mannschaft gefestigt. „Wir hatten nicht die ganz großen Einbrüche und haben es geschafft, weniger Gegentore zu kassieren. Am Ende haben wir einfach zu viel unentschieden gespielt.“ Allerdings ging das verbesserte Defensivverhalten des SSV zu Lasten der Torgefährlichkeit. Mit nur 35 eigenen Treffern verzeichnete Einheit nach Absteiger Michendorf (25) und Hennigsdorf (33) die drittschlechteste Quote.

Die meisten Partien absolvierten Frederik Töpfer, Martin Behrend (je 26) und Tristan Balk (25). Insgesamt setzten die Perleberger 25 Spieler ein. Die besten Torschützen: Björn Bauersfeld (8), Martin Behrend und Brian Strauch (je 6).

In die Vorbereitung auf die Saison 2018/19 geht die Mannschaft mit einem Trainerduo und einem Kader von 26 Akteuren, darunter viele ehemalige A-Junioren. Coach André Schutta steht künftig Stefan Prüfer zur Seite. Der B-Lizenz-Trainer coachte zuletzt die A-Junioren des SSV Einheit in der Brandenburgliga. Nach dem Trainingsauftakt folgt am 28. Juli (14 Uhr) daheim der erste Test gegen die Kaltenkirchener Turnerschaft.