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Lübzer SV Ehrung für Integration mit Kick

Von BEAS | 05.02.2014, 15:19 Uhr

Der Lübzer SV erhielt die Auszeichnung des Landesfußballverbandes für die Arbeit mit behinderten Kindern und Jugendlichen

Eigentlich ist die Arbeit mit Fußballern eine selbstverständliche Sache für einen Sportverein. Doch bei der Integration von Menschen mit unterschiedlichen sozialen und persönlichen Möglichkeiten wird die Aufgabe zu etwas Besonderem. Das sah der Landesfußballverband Mecklenburg-Vorpommern ebenso und lobte den 1. Integrations- und Vielfaltspreis aus. Mit den Partner AOK Nordost und Deutsche Kreditbank wurden Projekte in vier unterschiedlichen Kategorien verleihen. Damit soll das Engagement von Vereinen und Einzelpersonen im Rahmen von Integration und gleicher Teilhabe von Menschen im Sport gewürdigt und anerkannt werden.

Gleichzeitig sollen durch diese Auszeichnung weitere Vereine und Personen für ein soziales Engagement und gegen Ausgrenzung sowie Intoleranz im Sport und in der Gesellschaft sensibilisiert werden. „Es ist schön, dass wir beim diesjährigen Integrations- und Vielfaltspreis überaus interessante Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern präsentieren können. Als populärste Sportart im Land nimmt der Fußball beim Thema Integration, nicht nur in Anlehnung an das aktuelle LFV-Motto ‚Lasst Fußball verbinden‘, eine wichtige Rolle ein. Ziel aller muss es daher sein, bei Vereinen und Personen rund um den Fußballsport weitere Nachahmer zu finden und diesem sozialen Engagement in Zusammenarbeit mit unseren Partnern auch in den kommenden Jahren eine Wertschätzung entgegen zu bringen“, stellte Joachim Masuch, Präsident des Landesfußballverbandes, die Bedeutung der Auszeichnung in den Vordergrund.

Im Vorfeld hatte eine siebenköpfige Jury aus Politik, Sport und Medien aus einer Vielzahl an Bewerbungen die Preisträger in den vier ausgeschriebenen Kategorien ermittelt. So konnten sich der FSV Malchin in der Kategorie Integration von Menschen mit Migrationshintergrund, der VFC Anklam (Kategorie Integration von Familien mit sozialer Benachteiligung) und der SV Hafen Rostock (Kategorie Integration von Homosexuellen) neben der Ehrung auch über ein Preisgeld von jeweils 2.000 Euro freuen.

Der Lübzer SV schloss sich in der Kategorie Integration von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung mit dem regelmäßigen Training in der Allgemeinen Förderschule Neuer Teich und in den Lewitz-Werkstätten an. Seit 2006 ist der Verein in beiden Einrichtungen aktiv und bietet über den Schulunterricht und den Arbeitsalltag hinaus Sport an. Die Kicker erlernen Technik und Taktik sowie viele soziale Kompetenzen wie Teamgeist und Kommunikationsfähigkeit. Sie erweitern ihren Erfahrungsschatz und erhalten durch ihre Erfolge Selbstvertrauen und eine Wertschätzung durch Mitschüler und Lehrer. Darüber hinaus nehmen sie an Turnieren bis zu Landesmeisterschaften teil. Besonders begeistere Fußballer konnten mehrfach in den Wettspielbetrieb ihres Jahrgangs beim Lübzer SV integriert werden und treiben mit Menschen ohne Handicap gemeinsam Sport. „Am Ball sind alle gleich“, ist beim Lübzer SV ein bewährtes Motto, das für Integration der besonderen Art steht. Der Jury fiel es aus diesem Grund nicht schwer, den Sieger in der Kategorie zu finden und den Verein für das nachhaltige Engagement auszuzeichnen.