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TSV Bützow Umdenken vor letztem Heimspiel

Von ROKI | 30.05.2015, 08:00 Uhr

Bützower Landesliga-Kicker und Klein-Belitzer Landesklasse-Elf kicken an diesem Wochenende zu unüblicher Zeit

Da der 25. Spieltag in der Fußball-Landesliga Nord zentral angesetzt wurde, spielen die Männer des TSV Bützow ihr Heimspiel gegen den Tribseeser SV erst am morgigen Sonntag, nicht wie gewohnt sonnabends. Um 14 Uhr ist Anstoß auf dem Sportplatz am Wall. Nach dem 9:0-Kantersieg beim VfL Blau-Weiß Neukloster streben die Warnowstädter den nächsten „Dreier“ an, um in der Tabelle noch den einen oder anderen Platz gutzumachen. Derzeit rangieren die Schützlinge von Trainer Helge Marquardt auf Platz sechs. Gegen den Tribseeser SV sind die Bützower Favorit, gewannen sie doch schon das Hinspiel mit 4:2. In dieser Partie traf TSV-Angreifer Felix Engert drei Mal, inzwischen stehen bei ihm 28 Treffer auf der Habenseite. Engert soll jetzt auch noch die offensive Spielweise zugute kommen, um sich vielleicht noch die Torjägerkanone zu schnappen. Derzeit führt der Ex-Bützower Björn Plate vom Staffelsieger und Verbandsliga-Aufsteiger Güstrower SC die Liste an (29 Tore).

Vor dem letzten Heimspiel der Saison gedenken die Bützower dem kürzlich verstorbenen Vereinsmitglied, Wolf-Dieter Brusch, mit einer Schweigeminute.

Die Landesklasse IV tritt schon heute an, sodass der SV Klein Belitz sein Heimspiel gegen die LSG Elmenhorst mal nicht an einem Sonntag austrägt. Für die Klein-Belitzer ist es vorerst das letzte Heimspiel auf Landesebene, da sie bereits als Absteiger in die Kreisoberliga feststehen. „Die Luft ist jetzt natürlich raus, weil nach oben nichts mehr geht. Dennoch wollen wir uns vernünftig verabschieden. Ob uns das der Gegner gestattet, werden wir sehen“, sagt Cheftrainer Tilo Kappel, der aus gesundheitlichen Gründen während der Saison kaum zur Verfügung stand. „Deshalb ziehe ich den Hut vor Axel Hannemann und Wolfgang Pieper, die die Jungs immer wieder aufgebaut haben. Es macht mich schon stolz, dass sich die Jungs trotz der teils hohen Niederlagen nicht hängen lassen haben. Das ist nicht selbstverständlich“, lobt Kappel den Teamgeist. Großes Manko dagegen war die spielerische Qualität. „Es war wie eine Seuche, wir hatten keine Beständigkeit im Kader, mussten von Woche zu Woche die Mannschaft umbauen“, erklärt Kappel den Misserfolg. Auch gegen die LSG Elmenhorst ist noch nicht klar, wer spielen kann. „Wir müssen gucken, was an Leuten da ist. Wenn wir gut aufgestellt sind, ist vielleicht sogar etwas Zählbares möglich“, sagt Tilo Kappel, der ab der kommenden Saison wieder voll dabei ist. „Wir werden einen Umbruch machen und mit jüngeren Leuten neu angreifen“, blickt Kappel voraus. Zunächst einmal soll aber die aktuelle Saison ordentlich abgearbeitet werden.