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Handball Keine Angst vor dem Erfolg haben

Von roki | 31.01.2020, 05:00 Uhr

Handball-MV-Liga: Selbstbewusster Güstrower HV will auch beim Tabellendritten, Doberaner SV, etwas mitnehmen

Als Absteiger aus der Ostsee-Spree-Liga (Oberliga) zählte der Bad Doberaner SV in der MV-Liga zwangsläufig zu den absoluten Topfavoriten auf den Landesmeistertitel Mecklenburg-Vorpommerns. Doch bislang hinkt der Neuling seinen Erwartungen und auch eigenen Ansprüchen etwas hinterher. Rang drei nach 14 Spielen mit schon sieben Minuspunkten entspricht nicht den Vorstellungen der Münsterstädter, die nach dem personellen Umbruch im Sommer nun also doch mehr Probleme hatten als gedacht. Bei ihnen hat sogar schon ein Trainerwechsel stattgefunden, der Ex-Güstrower Andreas Köster nahm nach internen Querelen vorzeitig seinen Hut. Dennoch ist für den DSV nichts verloren, schließlich wirken auch der SV Fortuna Neubrandenburg und Ribnitzer HV bislang nicht so stabil, als dass sie vorneweg marschieren. Mit jeweils 24:6-Punkten liegen sie absolut in Schlagweite, sodass die Doberaner jederzeit darauf warten, dass die Konkurrenz erneut schwächelt.

Aber selbiges kann natürlich auch dem Tabellendritten passieren, der am Sonnabend um 19 Uhr den amtierenden Landesmeister, Güstrower HV, in der Stadthalle erwartet. Und der GHV befindet sich im Aufwind, hat schon seit vier Spielen nicht mehr verloren, dementsprechend selbstbewusst fährt er nach Bad Doberan. „Wenn alles passt und wir keine Angst vor dem Erfolg haben, können wir da was mitnehmen“, blickt GHV-Spieler-Trainer Oliver Mayer voraus. Der Torhüter selbst geht angeschlagen in das Spiel, schleppt sich mit einer Erkältung durch die Woche. „Ich bin aber definitiv dabei“, stellt sich Mayer wie gewohnt in den Dienst der Mannschaft. Dadurch bleibt das zusammen, was sich zuletzt bewährt hat. „Wir haben in der Abwehr eine feste Formation gefunden, die das in den letzten Spielen gut gemacht hat“, erklärt Oliver Mayer.

Maßstab ist der Auftritt gegen den SV Einheit Demmin vor Wochenfrist, als die Barlachstädter mit 31:21 gewannen. Die Demminer wiederum gewannen zuvor gegen die drei Top-Teams aus Neubrandenburg, Bad Doberan und Wismar und waren somit die Mannschaft der Stunde. Insofern sind die Güstrower gut gerüstet für das Duell beim DSV, zumal sie wohl auch wieder auf die Dienste des zuletzt kranken Alex Wirt zurückgreifen können. Die Doberaner dagegen gehen mit einem 27:23-Erfolg gegen den Spitzenreiter aus Neubrandenburg ins Duell mit dem GHV. Das macht die Sache für die Gäste nicht einfacher. „Ich weiß nicht, wie sattelfest die Truppe ist. Wir haben ja gesehen, dass auch andere Teams in Bad Doberan gewinnen können“, tut sich Oliver Mayer im Vorfeld schwer, den Gegner richtig einzuordnen. Er wisse nur, dass die Doberaner eine junge Mannschaft haben. „Und junge Spieler neigen dazu, Fehler zu machen“, sagt Mayer. Im Endeffekt tun die Güstrower aber gut daran, nicht nur auf den Gegner zu schauen, sondern in erster Linie auf sich selbst. „Wir müssen immer 100 Prozent abrufen und von Spiel zu Spiel gucken. Dann gucken wir mal, was noch so geht“, hofft der Keeper auf eine Fortsetzung der aktuellen Erfolgsserie von vier Spielen ohne Niederlage.