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Kraftsport Güstrowern gelingt starkes Stück

Von ROKI | 28.12.2017, 05:00 Uhr

Leonie Hennig, Christian Priem, Hovhannes Grigoryan und Sebastian Wittek bei der Deutschen Meisterschaft vorne dabei

Das ist ja ein starkes Ding: Vier Kraftsportler aus Güstrow nahmen bei der Deutschen Meisterschaft im Bankdrücken in Lüchow/Dannenberg (Niedersachsen) teil und holten unter anderem zwei Meistertitel. „Mit diesen Ergebnissen hatten wir wahrlich nicht gerechnet“, sagt Andreas Kloth, der das Quartett begleitete.

Mit Leonie Hennig schickte die Güstrower Delegation auch eine Nachwuchssportlerin ins Rennen, die in der Juniorenklasse U23 bei einem Eigengewicht von 58 Kilogramm 55 Kilogramm drückte. Unter Berücksichtigung ihrer Gewichtsklasse bedeutete dies Rang eins. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass die 17-Jährige erst Anfang des Jahres mit dem Kraftsport angefangen hat. Seitdem besucht sie bis zu fünfmal pro Woche das Fitnessstudio Easyfitness in Güstrow.

Seit genau zwei Jahren widmet sich Christian Priem dem Kraftsport. In Lüchow/Dannenberg drückte der 27-jährige Bürokaufmann nun mehr als das Doppelte seines eigenen Körpergewichts von 73 Kilogramm und wurde mit 150 Kilogramm in der Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm Deutscher Vizemeister. Seine persönliche Bestleistung liegt inzwischen bei 152 Kilogramm.

Die Nummer eins in der Gewichtsklasse bis 95 kg ist Hovhannes Grigoryan. Mit 170 gedrückten Kilogramm schaffte auch das 30-Jährige mehr als das Doppelte seines eigenen Körpergewichts (84,7 kg). Er setzte sich somit gegen fünf weitere Mitstreiter durch.

Den undankbaren vierten Platz erreichte Sebastian Wittek (78,5 Kilogramm schwer). 140 Kilogramm stemmte der 36-Jährige von sich und war damit nicht ganz unzufrieden. „Da geht aber mehr“, sagt Wittek.

Insgesamt 36 Sportler/-innen kämpften um die Deutsche Meisterschaft der GRAWA (German Raw Association). Die Güstrower Athleten sind aber nicht nur auf solchen Wettkämpfen unterwegs, veranstalten sogar eigene Kräftemessen. Auch für das kommende Jahr wird es einen eigenen Bankdrückwettbewerb geben. Bis dahin heißt es, weiterhin fleißig zu trainieren, dem Körper aber auch entsprechende Pausen zu geben.