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Fußball FSV Rühn: Ernst der Lage erkannt

Von roki | 19.02.2014, 10:12 Uhr

Kreioberliga-Elf rangiert auf einem Abstiegsplatz / Sonntag um 13 Uhr Nachholspiel gegen den SV Pastow II

Mit elf Wochen Verspätung beendet die Kreisoberliga-Elf des FSV Rühn am kommenden Wochenende die Hinrunde der Staffel I. Am Sonntag gastiert nämlich die Verbandsliga-Reserve des SV Pastow in Rühn zum Nachholspiel. Aufgrund der Tatsache, dass der FSV ein Spiel weniger als alle anderen Teams aus dem Tabellenkeller absolvierte, überwinterte er auf einem Abstiegsplatz. Deshalb kann man der Tabelle im Moment nicht wirklich trauen, denn bei einem Sieg würde die Mannschaft von Trainer Maik Wegner einen Sprung auf Platz elf machen und somit über den Abstiegsplätzen stehen. Insgesamt sind derzeit sechs Truppen in den Abstiegskampf verwickelt, weshalb sich die Rühner so oder so nicht sicher fühlen können. „Wir haben den Ernst der Lage erkannt“, sagt Maik Wegner, der mit dem bisherigen Abschneiden seiner Mannschaft definitiv nicht zufrieden ist.

Bisher stehen nur neun Punkte auf dem Konto der Rühner. Nur die SG Fiko Rostock weist eine schlechtere Punkteausbeute aus (8). Als Grund für die magere Bilanz nennt Wegner zunächst eine Systemumstellung. Er lässt seine Truppe seit Saisonbeginn in einem 4-4-2 agieren, weshalb in allen Mannschaftsteilen lange Zeit die Abstimmung fehlte. Gerade in der Defensive offenbarte der FSV zu viele Schwächen. Die Konsequenz waren zum Auftakt sieben Niederlagen am Stück mit teils heftigen Pleiten (1:4 gegen Neubukow, 2:6 in Wahrstorf, 0:5 gegen Kühlungsborn II, 0:6 gegen Elmenhorst). „Wir haben eindeutig zu viele Gegentore kassiert“, resümiert Wegner. Nach 13 Spielen sind es schon 41. Aber auch im Vorwärtsgang haperte es bei den Rühnern. Im Schnitt gelang ihnen gerade einmal ein Treffer pro Begegnung. „Wir hatten immer unsere Chancen, es hat aber zu lange gedauert, bis wir ein Tor erzielt haben“, kritisiert Wegner das Abschlussverhalten seiner Schützlinge. Die gnadenlose Effektivität der Gegner und das fehlende Quäntchen Glück, so Wegner, führten schließlich zur bisherigen Situation. Immerhin gelang dem FSV durch ein 1:0 beim Doberaner FC II, 2:1 gegen den Mulsower SV und ein 2:1 gegen die HSG Warnemünde zum Ende hin ein wenig Schadensbegrenzung, sodass die Situation nicht aussichtslos erscheint.

Ganz nach dem Motto: „Neues Jahr, neues Glück“, gehen die Rühner auch deshalb optimistisch in die Rückserie. „Wir sind ganz sicher nicht chancenlos, die Klasse zu halten“, sagt Maik Wegner. Auch die beiden erfolgreichen Testspiele gegen Lohmen (6:3) und die Schwaaner Eintracht (1:0) stimmen ihn positiv, dass es fortan besser läuft. Allerdings nimmt er dafür seine Mannschaft in die Pflicht. „Sie muss was dafür tun. Um Verbesserung und Stabilität reinzubekommen, hilft nur eine hohe Trainingsbeteiligung. Sie kriegt nichts geschenkt“, so die klare Ansage von Wegner. Der Trainer setzt zudem auf die Erfahrung seiner Mannschaft, die sich mit dieser schwierigen Situation aus der Vergangenheit auskennt. „Wichtig wird sein, dass wir insgesamt stabiler stehen und mehr Torgefahr ausstrahlen. Ich glaube an den Klassenerhalt, auch wenn es nicht leicht wird“, sagt Maik Wegner. Drei Mannschaften steigen am Ende planmäßig ab. Der FSV Rühn will nicht dazugehören.

1. LSG Elmenhorst 14  48:19  33

2. TSG Neubukow 14  22:9    31

3. SV Reinshagen 14  37:19  27

4. HSG Warnemünde 14  32:17  26

5. Union Sanitz 14  32:24  24

6. FSV Kühlungsborn II 14  29:22  24

7. Sievershäger SV II 14  29:20  23

8. SV Pastow II 13  26:21  22

9. Mulsower SV 14  22:25  22

10. LSV Wahrstorf 14  34:37  14

11. Doberaner FC II 14  14:26  11

12. SV Steilküste Rerik 14  14:27  11

13. ESV Lok Rostock 14  15:35  10

14. FSV Rühn 13  13:41   9

15. SG Fiko Rostock 14  24:49   8