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Lokaler Sport

26. September 2017 | 14:58 Uhr

Zwischen Vergangenheit und Zukunft

vom

svz.de von
erstellt am 05.Nov.2011 | 01:05 Uhr

Ende September. Herbstanfang. Mittwochmorgen. Türen klacken. Wir steigen ins Auto ein, fahren zu unserem ersten Ziel. Aussteigen. Klack. Sonnenstrahlen zwischen den vielen Wolken. Es ist kalt. Unser Atem - sichtbar in der Luft.

Menschen sind auf den Gehwegen und in ihren Autos unterwegs. Ihre Gesichter grimmig auf ihr Ziel gerichtet und konzentriert. Ein altes Tor. Wir betreten das Gelände der alten Ölmühle.

Durch die renovierten Gebäude führt uns unser Weg auf das alte Gelände dahinter. Beeindruckend. Stilles Treiben. Arbeiter gehen durch das kniehohe Gras. Sie machen schnelle Schritte, wirken gestresst, lächeln aber, als sie uns sehen.

Zersprungene Fenster, Löcher im Dach

Es ist feucht vom Tau - nasse Schuhe, kalte Füße. Unbehaglich. Wir gehen über die alte Pflasterung. Das Gras erobert die freien Flächen zwischen den Steinen. Hinter aufgeschütteten Sandbergen eine Ruine. Wir sehen zersprungene Fenster, verrostete Türen, Löcher im Dach. Efeu rankt am alten Mauerwerk empor. Ein unglaublicher Anblick - ein Fenster in eine längst vergangene Zeit.

Vorsichtig. Ein Blick in das Gebäude. Wahrscheinlich eine alte Fabrik. Es riecht nach Staub. Weit und breit Schmutz. Auf dem Boden eine alte Tonne, vertrocknete Farbe überall verteilt. Scherben und Splitter auf dem Fenstersims. Die Wände verwittert.

Erinnerung an eine glanzvolle Zeit

Unsere Blicke schweifen über die weitläufige Fläche. In der Ferne der Uhrenturm. Wittenberger Wahrzeichen. Erinnerung an eine glanzvolle Zeit. Die Zeiger auf dem Ziffernblatt bewegen sich unaufhaltbar, spiegeln die Sonnenstrahlen wieder. Die Zeit verrinnt.

Wir stehen zwischen den Sträuchern und Gräsern. Ein Blick nach rechts - die Elbe. Ein Frachter kämpft sich durch das Wasser. Wellen. Am Ufer aufgescheuchte Vögel. Klack. Wir fahren ins Gewerbegebiet.

Klack. Stillgelegte Bahnschienen. Rost. Grobe Steine unter unseren Füßen. Kein Mensch weit und breit - nur vorbeifahrende Autos, Lkw und Züge. Betriebsamkeit in den Unternehmen. Arbeit. Klack. Auf zu unseren letzten Ziel. Klack. Wir sind am Instandhaltungswerk - dem größten Arbeitgeber der Stadt. Leben. Menschen kommen und gehen. Schichtwechsel. Wir schlendern über den Deich. Dahinter eine andere Welt. Die Stepenitz als blaues Band zwischen den grünen Wiesen. Im Hintergrund: vier hohe Schornsteine. Weißer Rauch steigt in den blauen Himmel. Kontrast - Natur und Industrie. Wunderschön.

Klack. Wir müssen zurück. Eindrucksvolle Momente zwischen Vergangenheit und Zukunft.

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