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Wasserspringen : Zweimal Gold für Kerstin Kriehn

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Die 57-jährige Rostockerin dominiert bei den Deutschen Mastertitelkämpfen der Wasserspringer vom „Dreier“ und vom Turm

Das ist ein Ding: Meisterschaftspremiere und gleich auf dem Treppchen. Ilona Goers und Robert Weidner vom Wasserspringerclub Rostock sind in der Schwimmhalle Neptun bei den 48. Internationalen Masterstitelkämpfen vom Ein-Meter-Brett zu Bronze gesprungen. Kerstin Kriehn, 1976 und 1980 Olympiateilnehmerin, siegte vom „Dreier“ und Turm.

Goers (Jahrgang 1957) war nach dem Gewinn von Edelmetall glücklich: „Die ganze Vorbereitung in unserer Mastersgruppe um Coach Rudolf Krüger (1996 ins Leben gerufen – d. Red.) hat sich gelohnt. Ich bin unheimlich stolz, auf dem Treppchen gestanden zu haben.“ Sie habe die Salti als Hobbyspringerin erlernt und bezeichnet sich selbst als „sehr ehrgeizig. Ich habe richtig Blut geleckt.“

Abwegig ist es nicht, dass das Trio im kommenden Jahr die Weltmeisterschaften der Masters in Budapest anstreben wird. „Das erfordert jedoch ein regelmäßiges Üben“, sagt WSC-Vorsitzender Andreas Kriehn. Er selbst hat das in der eigenen Familie zu klären, denn die 2006 letztmals in San Francisco an einer WM teilgenommene Kerstin ist seine Gattin. In den Jahren nach Beendigung ihrer leistungssportlichen Laufbahn hatte es die heutige 57-Jährige auf zwölf Gold-, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen gebracht.

Auch beim „Heimspiel“ dominierte die ehemalige Aktive des TSC Berlin die Entscheidungen vom „Dreier“ und vom Turm. Mit wirklich nur ein paar Gramm mehr Wettkampfgewicht gegenüber 1976 als 17-Jährige in Montreal oder vier Jahre später in Moskau, brachte sie die Salti sowie Schrauben in gewohnt guter Qualität ins Wasser und überzeugte mit einer guten Eintauchphase. Gelernt ist eben gelernt. Die intensive und fleißige Vorbereitung über drei Monate auf die DM wurde belohnt.

Das gilt auch für Robert Weidner (1976), der wie Ilona Goers aus eigenem Antrieb zum Wasserspringen gekommen ist. Der 50-Jährige hatte im Konzert der über 50 Teilnehmer aus Frankreich, Italien und Deutschland allerdings einige Zitterminuten zu überstehen. Vom „Einer“ bot er einen seiner sieben Sprünge – Gruppe Rückwärtssalto – in gehockter Form an. Zuerst vergeblich wurde diese Darbietungsform in der DSV-Sprungtabelle gesucht, zuerst mit „Null“ bewertet, aber dann wurde ihm doch noch der dritte Rang zuerkannt.

Viel gefachsimpelt wurde am Sonnabend bei einer Bootsfahrt auf der Warnow. Das ging von „Weißt du noch“ – des in der Altersklasse 80 plus Weltmeisters Heinz Weisbarth (Köln) – bis hin zu aktuellen und künftigen leistungssportlichen Themen im Vorfeld der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Wettkampfleiter Hans-Jürgen Weuthen, Referent Masters im DSV, bescheinigte dem WSC Rostock eine gute Organisation der Titelkämpfe.


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