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FC Hansa Rostock : Ziemer geht dorthin, wo es wehtut

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der 29-jährige Stürmer beansprucht mit seiner Erfahrung eine Führungsrolle im neuen Team des FC Hansa

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2014 | 08:10 Uhr

Mit nur drei Stürmern startete Fußball-Drittligist Hansa Rostock am Mittwoch die Vorbereitung auf die neue Saison. Neben Halil Savran und Mustafa Kucukovic bewirbt sich Neuzugang Marcel Ziemer um den einen Platz im Angriffszentrum.

„In einem Ein-Spitzen-System reicht das“, sagt FCH-Trainer Peter Vollmann, der dennoch gerne den Griechen Nikolaos Ioannidis weiterverpflichtet hätte: „Ich wollte ihn gerne behalten, wir waren eigentlich mit ihm auch ziemlich klar. Allerdings mussten wir uns dann entscheiden, was die bessere und wichtigere Verpflichtung mit Blick auf unseren Kader war.“



Personalie Stuff genoss Priorität


Letztlich genoss offenbar die Personalie Innenverteidiger Christian Stuff (kam von Union Berlin) die höhere Priorität. „Natürlich hätte ich gerne bei den Wechselmöglichkeiten mehr Spielraum gehabt, auch wenn wir mal mit zwei Spitzen antreten müssen. Aber wir haben jetzt die drei und versuchen, damit klarzukommen“, so der Fußball-Lehrer.

Marcel Ziemer ist eine absolute Wunschverpflichtung von Vollmann. „Der Kontakt zum Trainer hat eine große Rolle gespielt. Als das Angebot von Hansa kam, haben wir regelmäßig telefoniert“, verrät der Angreifer.

Vor seinem Wechsel machte sich der bullige Stürmer persönlich ein Bild von den Bedingungen an der Küste. „Ich war für zwei Tage mit meiner Freundin in Rostock. Wir haben uns alles angeschaut. Hansa ist ein Bundesliga-Verein. Allein vom Feeling her ist das schon zu merken. So etwas wünscht man sich als Fußballer. Daher war auch relativ klar, dass ich hier unterschreiben werde“, sagt Marcel Ziemer.

Für den gebürtigen Wormser (Rheinland-Pfalz) ist der Wechsel in den hohen Norden ein besonderer Schritt. Bislang kickte er für den 1. FC Kaiserslautern (2008 bis 2011), den SV Wehen Wiesbaden (2009 bis 2011) sowie zuletzt für den 1. FC Saarbrücken (2011 bis 2014). „Ich war eigentlich immer in der Nähe der Heimat. Jetzt bin ich das erste Mal etwas weiter weg. Aber hier hat es mir von Anfang an gefallen, und ich wollte es später einmal nicht bereuen, dass ich es nicht einmal weiter weg versucht habe“, so der zweimalige Erstliga-Kicker im Trikot von Kaiserslautern. Kurios: In beiden Partien gelang ihm jeweils ein Treffer.



Wichtig ist der Teamgeist


In Saarbrücken – 82 Einsätze und 35 Tore in drei Jahren – lief es sportlich zuletzt nicht rund. Ziemer verpasste mit dem Club den Klassenerhalt, hat dafür aber auch Gründe parat. „Wir waren kein wirkliches Team, daher ist es für uns jetzt in Rostock um so wichtiger, dass wir die Vorbereitung auch dazu nutzen, dass wir als Mannschaft zusammenfinden“, erklärt der Offensivmann.

Mit seiner Erfahrung will er vorneweg marschieren: „Ich habe in der 1. und 2. Liga eine Menge erlebt, kenne mich auch in der 3. Liga sehr gut aus. Ich gehe auch dort hin, wo es wehtut.“

Ob als alleinige Spitze oder mit Nebenmann, ist Marcel Ziemer im Prinzip egal: „Ich spiele gerne vorne drin mit einem echten ,Zehner’ dahinter, der mir die Bälle durchsteckt. Doch ich kann ebenso mit Tempo von hinten kommen. Außerdem leiste ich in der Defensive meinen Beitrag und kann auch mal die Grätsche auspacken, wenn es nötig ist. Aber letztlich ist auch klar, dass Stürmer mit ihren Toren die Spiele entscheiden müssen.“

 

Blutsauger piesacken Hanseaten

Mit einem Laktattest – hier piesackt  Dagmar Linck vom Sportlabor Köln Keeper  Johannes Brinkies und nimmt ihm etwas Blut ab – erfolgte gestern der scharfe Start des Fußball-Drittligisten FC Hansa  in die Vorbereitung auf die kommende Saison. Für heute sind zwei Einheiten um 10.30 und 16 Uhr geplant.

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