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Basketball : Wölfe gehen auf Entdeckungsreise

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Basketballer genießen auf Rostocker Weihnachtsmarkt Adventszeit / Seawolves sind an Festtagen in ganz Europa unterwegs

Bunt geschmückte Büdchen, besinnliche Musik und jede Menge Leckereien – als Yannick Anzuluni, Jarrell Crayton und Ivo Slavchev über den Rostocker Weihnachtsmarkt schlenderten, gingen sie auf kulturelle Entdeckungsreise. Die drei Basketballer von den Rostock Seawolves genossen die Adventszeit in der Hansestadt, schließlich sind sie aus ihren Heimatländern derlei Sitten und Bräuche nicht gewöhnt.

„Wir verbringen Weihnachten ganz in Familie. Man sitzt zu Hause und genießt die Zeit zusammen. Es gibt bei uns keine Weihnachtsmärkte, das Fest spielt sich nicht so in der Öffentlichkeit ab wie in Deutschland“, erklärt der US-Amerikaner Jarrell Crayton.

Der 24-Jährige wird die kurze Spielpause der Wölfe nutzen, um zu seinen Eltern nach Nebraska zu fliegen. „Dort ist es zurzeit kühler als hier, aber Schnee ist in diesem Jahr auch noch nicht gefallen“, sagte der Flügelspieler und biss genüsslich in einen Apfel mit Schokoglasur.

Sein Teamkamerad und WG-Mitbewohner Yannick Anzuluni ist froh, dass der Dezember hierzulande milder ausfällt. Noch vor einem Jahr musste sich der 27-Jährige deutlich wärmer anziehen. Damals war er für den finnischen Erstligisten und späteren Meister Pyrintö Tampere aktiv. „Dort war es ziemlich kalt und schon ab 12 Uhr mittags dunkel“, erinnert sich der Kanadier mit kongolesischen Wurzeln an die Wintermonate im hohen Norden. Kein Wunder, dass sich Anzuluni nach seinem Wechsel nach Rostock auf Anhieb wohl fühlte. Der 2,05 m große Flügelspieler avancierte in dieser Saison zum Leistungsträger der Seawolves und trug mit durchschnittlich 20 Punkten pro Spiel dazu bei, dass der Aufsteiger die 2. Bundesliga ProB überraschend anführt. „Jetzt wollen wir bis zum Start der Playoffs auch unter die Top 2 kommen“, fügt der Korbjäger selbstbewusst an.

Auch der Dritte im Bunde, Ivo Slavchev, ist vom Höhenflug der Rostocker Basketballer überrascht. „Wenn man ehrlich ist, hatte uns als Neuling vor der Saison niemand auf dem Zettel. Wir wären froh gewesen, wenn wir die Playoffs erreicht und mit dem Abstieg nichts zu tun gehabt hätten“, erklärt der Bulgare. Dass es wider Erwarten so glänzend läuft, erklärt sich der 24-Jährige mit dem großen Teamgeist der Wölfe. „Wir verbringen auf und neben dem Feld viel Zeit miteinander und haben Spaß zusammen“, sagt Slavchev, der an Weihnachten zu seiner Schwester nach Dresden fährt.

Wenn er am 26. Dezember wiederkommt, wird er sicher bei seinen Nachbarn Yannick und Jarrell in Dierkow vorbeischauen. „Ich bleibe an den Feiertagen in Rostock. Wer weiß, vielleicht gebe ich dann eine kleine Party“, verrät Anzuluni. Bis dahin brachte er sich auf dem Weihnachtsmarkt mit Bratwurst und Mutzen in Stimmung: „Die sind meine Nummer 1!“

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