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Wasserspringen : Weltelite ist auf dem Sprung nach Rostock

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Beim 59. Internationalen Springertag vom 21. bis 23. Februar treten Spitzenathleten aus 20 Ländern an

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Noch sind es knapp vier Wochen bis zum 59. Internationalen Springertag und 20. FINA Grand Prix vom 21. bis 23. Februar in der Rostocker Schwimmhalle Neptun. Der Run der Elite aus aller Herren Länder an die Ostseeküste ist aber bereits groß. „Das hatten wir noch nie: Eine Woche vor dem offiziellen Meldeschluss lagen uns bereits Zusagen aus 20 Ländern vor. Ein Dutzend hatte bereits vor Weihnachten seinen Start angekündigt“, freut sich Cheforganisator Andreas Kriehn.

Der Vorsitzende des Wasserspringerclubs Rostock geht davon aus, dass sich bis auf die USA die gesamte Weltelite von Brett und Turm in der Hansestadt ein Stelldichein geben wird. „Ich rechne auch damit, dass die besten russischen und ungarischen Springer antreten. Traditionell sind wieder die Chinesen die Favoriten. Aber auch die Saltikünstler aus Kanada, Mexiko, Australien, Neuseeland, Großbritannien, der Ukraine sowie unsere Nationalmannschaft wollen den Asiaten Paroli bieten. Erstmals wird sogar Katar vertreten sein“, kündigt Kriehn an.


Echte Standortbestimmung für deutsche Wasserspringer


Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Die Mannschaft der 60 freiwilligen Helfer steht. Sie nehmen für das Event extra Urlaub. In diesem Zusammenhang weist Organisator Kriehn noch auf eine Besonderheit hin: „Sonst war mittwochs stets der Hauptanreisetag. In diesem Jahr wird es bereits der Montag sein. Am Wochenende zuvor findet in Madrid ein Grand Prix statt. Die Teilnehmer kommen direkt aus der spanischen Hauptstadt Richtung Rostock. Die Australier werden bereits Sonntag eintreffen.“

Das Team um Präsident Rainer Milles erwartet hochklassigen Sport, will Gleiches in Fragen der Organisation anbieten: „Wir werden unsere jahrelangen Erfahrungen sowie die Erkenntnisse der Ausrichtung der Europameisterschaft einfließen lassen. Ich darf hier schon einmal der Stadt Rostock, ihren Stadtwerken, dem Verbundnetz Erdgas sowie Intersport Günne für die Unterstützung danken.“ 130 000 Euro werden als Etat für das dreitägige Event veranschlagt. Rostock mit seiner Springertags-Veranstaltung stellt quasi die Halbzeit im neuen olympischen Zyklus dar.

„Das wird eine echte Standortbestimmung“, ist sich Bundestrainer Lutz Buschkow sicher. 2012, nachdem seine Schützlinge erstmals bei Olympischen Spielen ohne Edelmetall blieben, wurde neue Saat ausgebracht. „Die Ernte soll zwar erst 2016 in Rio de Janeiro eingefahren werden, doch die Rostocker Wettbewerbe werden uns zeigen, wie der Keimungs- und Auflaufprozess fortgeschritten ist“, sagt der Direktor Leistungssport im Deutschen Schwimm-Verband.

Buschkow wird sein Team für den Springertag nach den vom 13. bis 16. Februar stattfindenden nationalen Hallenmeisterschaften nominieren. Auch andere Länder nutzen ihre Titelkämpfe zum Ausscheid für einen Start an der Küste. „Deshalb kann ich auch noch nicht mit Namen aufwarten. Ich bin mir aber sicher, dass die Nationen mit ihren besten Aufgeboten antreten werden, wir an den drei Tagen ein Highlight nach dem anderen erleben werden“, ist sich Kriehn sicher und hofft, „dass auch Maxim Jerjomin als heimischer Springer sich für den Vergleich mit der Weltelite qualifiziert. Das wäre das Pünktchen auf dem i.“

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