Ring-Spektakel in Rostock : Warnemünde erlebt Deutsche Meisterschaften

DM-Teilnehmer Johannes Portwich  (mit Puppe „Billy“ beim Wurf über die Brust) und Trainer Paul Steingräber (kontrolliert die richtige Beinstellung) kennen die super Bedingungen in Warnemünde bereits vom Ostseepokal im Oktober 2015.
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DM-Teilnehmer Johannes Portwich (mit Puppe „Billy“ beim Wurf über die Brust) und Trainer Paul Steingräber (kontrolliert die richtige Beinstellung) kennen die super Bedingungen in Warnemünde bereits vom Ostseepokal im Oktober 2015.

Ausrichtende Vereine erhoffen sich Zulauf von Kindern und Jugendlichen für den Sport Ringen.

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16. März 2016, 16:00 Uhr

Noch zwei Tage sind es bis zum Beginn der Deutschen Meisterschaften der B-Jugend im Freistilringen in der neuen Warnemünder Sporthalle. Von Freitag 18 Uhr bis Sonntag Nachmittag „wollen wir für Mecklenburg-Vorpommern ein gutes Bild abgeben“, sagt Lars
Abrutat. Er ist Trainer beim PSV Rostock, der die Titelkämpfe gemeinsam mit dem SV Warnemünde ausrichtet, und zugleich Pressesprecher des Organisationsteams.


Auslosung durch Griff in die Strandsandkiste


„Vor allem“, fährt der 36-Jährige fort, „möchten wir den Zuschauern, die nicht unmittelbar mit dem Ringen zu tun haben, zeigen, was man mit diesem Sport erreichen kann, dass er anstrengend ist, aber auch schön. Und wir erhoffen uns, dass sich von den hiesigen sportinteressierten Kindern und Jugendlichen der eine oder andere bemüßigt fühlt, mal bei uns beim Training vorbeizuschauen. Dafür bieten wir nächste Woche Zeiten zum Reinschnuppern an.“ Diese können Sie der NNN-Vereinsseite in der Sonnabend-Ausgabe entnehmen.

Dass die Verantwortlichen die Deutschen Meisterschaften gewuppt kriegen, bezweifelt niemand. Denn beim Testlauf Ostseepokal im Oktober 2015 – an gleicher Stelle, lange vor der offiziellen Einweihung des Neubaus in der Parkstraße 45 – hatten sie bereits die doppelte Anzahl der für die DM gemeldeten Teilnehmer bewältigt. Zudem sind herausragende Bedingungen gegeben.

An Zuschauern fasst das Schmuckstück im Jahn-Sportpark des Ostseebades bis zu 250. Die Gastgeber hätten nichts dagegen, würde diese Kapazität ausgeschöpft werden, und tun ein Übriges dazu. So wird, damit das Publikum stets im Bilde ist über das Geschehen auf den zwei Matten, dort jeweils ein
großer Bildschirm installiert, dem die Namen der sich gegenüberstehenden Sportler sowie Gewichtsklasse, Punktestand und absolvierte Kampfzeit entnommen werden können. Zudem wird mit Hilfe eines Beamers darüber informiert, welche Ringer als Nächstes an der Reihe sind.

Selbstredend darf so dicht an der Waterkant – 150 Meter Luftlinie bis zur Ostsee – der maritime Charakter nicht fehlen. Der kommt bereits bei der Auslosung der Gruppen am Freitag während des Wiegens zum Tragen. Da greifen nämlich die Athleten in die Strandsandkiste und
fischen sich jeweils einen Stein heraus, womit sie ihre – darauf verzeichnete – Startnummer „ziehen“.

Und um frische Seeluft zu schnappen, bedarf es ja an sich fast nur eines Gangs vor die Sporthallentür. Oder um es mit den Worten von PSV-Abteilungsleiter Martin Buhz zu sagen: „Wenn die Eltern keine Lust haben, dann können sie uns trotzdem ihre Kinder vorbeischicken und in der Zwischenzeit am Strand spazierengehen, der befindet sich gleich auf der anderen Straßenseite. Vielleicht ist ja unter ihren Sprösslingen der nächste Ringer dabei!“ Interessenten ab fünf Jahren sind jedenfalls sehr willkommen.

Übersicht

Wettkampfbeginn: Freitag
18 Uhr, Sonnabend und Sonntag jeweils 10 Uhr

Die B-Jugend betrifft im Ringen das Alter zwölf bis 14 Jahre, das sind derzeit die Jahrgänge 2002 und 2003. Es wird in zehn Gewichtsklassen von 34 bis 76 Kilogramm gekämpft.

Eintritt: Die Dauerkarte kostet 25 Euro (ermäßigt 12,50). Tagestickets: Freitag 5/2,50 Euro, Sonnabend 15/7,50 Euro, Sonntag 10/5 Euro. Ermäßigung erhalten Rentner, Schüler, Studenten und Schwerbehinderte. Kinder bis zehn Jahre haben freien Eintritt.

125 Teilnehmer sind gemeldet, die sich so auf 18 Verbände verteilen: Württemberg 15, Bayern 14, Südbaden 14, Nordbaden 11, Mecklenburg-Vorpommern 9, Hessen 8, Saarland 8, Sachsen-Anhalt 8, Berlin 6, Brandenburg 5, Sachsen 5, Thüringen 5, Nordrhein-Westfalen 4, Pfalz 4, Hamburg 3, Rheinhessen 3, Niedersachsen 2, Rheinland 1.

Während Baden-Württemberg mit seinen drei (!) Verbänden allein 40 Starter stellt, sind Bremen und Schleswig-Holstein gar nicht vertreten.

Offizieller Vertreter des Deutschen Ringer-Bundes ist dessen Vizepräsident Sport, Günter Maienschein aus Tuttlingen (Baden-Württemberg).

Als Hallensprecher fungieren die bekannten und erfolgreichen Veteranen-Ringer Ralf Lenz (PSV Rostock) und Stefan Pentschew (SV Warnemünde).

Neben dem PSV Rostock und SV Warnemünde vertritt auch der RV Lübtheen das gastgebende Bundesland. Er schickt diese Sportler auf die Matten: Niels Koch (Gewichtsklasse bis 69 kg), Leon Hahn (54 kg), Lukas Tombrock (50 kg) und Luca Vogel (46 kg).

Die Griechisch-Römisch-Spezialisten tragen am Wochenende ebenfalls ihre Deutschen B-Jugend-Meisterschaften aus. Sie werden vom KSV Kirchlinde ausgerichtet. Mit Daniel Gielow (PSV/bis 46 kg) nimmt auch ein Rostocker teil. Der 13-Jährige trainiert seit 2015 an der Sportschule Frankfurt (Oder) und war zuletzt in bestechender Form.

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