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Wasserspringen : Volle Kraft für das Ziel Olympia

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bereits Tokio 2020 im Blick: Saskia Oettinghaus will beim Springertag in ihrer Heimhalle im Einzel und Synchron überzeugen #wirkoennenrichtig

Morgen (3 m Vorkampf 10 Uhr, Finale 15.30 Uhr) und Sonntag ab 15.30 Uhr (Synchron) schlägt für Saskia Oettinghaus vom Wasserspringerclub Rostock beim 62. Internationalen Springertag die Stunde der Bewährung. Zum dritten Mal in Folge tritt sie mit Louisa Stawczynski (Dresden) für Deutschland im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett gegen einen Großteil der Weltelite an. Zudem rückte der Schützling von Trainer Michail Sachiasvili, wie berichtet, in die Einzel-Konkurrenz vom „Dreier“ nach. Mit der 18-Jährigen sprach NNN-Mitarbeiter Bernd-Dieter Herold.

Waren Sie enttäuscht, dass es zunächst nicht für einen Solo-Start reichte, obwohl Deutschland als Gastgeber vier Springerinnen stellen darf und Sie bei der Qualifikation Drittbeste waren?
Saskia Oettinghaus: Eigentlich überhaupt nicht. Ich war total zufrieden, mich mit Louisa für den Springertag qualifiziert zu haben. Das werten wir beide als Erfolg und möchten das durch den Bundestrainer in uns gesetzte Vertrauen rechtfertigen. Da das Doppel Nr. 1 Tina Punzel/Lena Hentschel wegen Tinas Verletzung geplatzt ist, nehmen wir ihre Stelle in der Grand-Prix-Wertung ein. Den Status besaßen wir auch schon 2016, wurden da Vierte. Wir werden unser Bestes geben. Das trifft natürlich auch für den Einzelwettbewerb zu.

Trotzdem die Nachfrage: Wie erklären Sie sich Ihre ursprüngliche Nichtberücksichtigung?
Herr Buschkow als Bundestrainer hat klare Vorgaben mit Blick auf die Weltmeisterschaften und in diesem Zusammenhang stehende
internationale Einsätze gegeben: mindestens Schwierigkeitsgrad 14,8 in der Summe. Den hat Louisa erreicht, die anderen Nominierten stehen sogar bei 15,1. Bei meinen gegenwärtigen 14,3 hätte es bei den Deutschen Meisterschaften einer überragenden Leistung in Vorkampf, Halbfinale und Endkampf bedurft. Im Synchronspringen sind Louisa und ich mit Tina Punzel aus Dresden und der Berlinerin Lena Hentschel mit einem Schwierigkeitsgrad von 13,0 auf Augenhöhe.
Welche Schlussfolgerungen ziehen Sie für die Zukunft – das große Ziel heißt ja Tokio 2020?
Um mich national für internationale Aufgaben zu qualifizieren und dort dann auch konkurrenzfähig zu sein, muss ich mein Programm aufpeppen, Sprünge mit höheren Schwierigkeitsgraden erlernen, sie in bester Qualität anbieten. Damit möchte ich trotz des anstehenden Abiturs zeitnah beginnen. Ich bin überzeugt, dass ich die neue sportliche Herausforderung sowie parallel das Abi schaffen werde. Schließlich habe ich ein Ziel vor Augen – die Teilnahme an den Olympischen Spielen.

Zum Wettkampf am Sonnabend und Sonntag: Mit welchen Zielen gehen Sie allein sowie mit Ihrer Partnerin in den Wettbewerb?
Mein Trainer sagt immer: ,Wer sein Leistungsvermögen ausschöpft, kommt auch zu guten Resultaten.’ Genau das haben Louisa und ich uns bei unseren zwei Pflicht- und drei Kürsprüngen auf die Fahne geschrieben. Wir möchten der Konkurrenz den Kampf ansagen, mit technisch und in der Synchronität hoher Qualität ins Wasser gebrachten Darbietungen überzeugen. Das gilt für uns beide auch für den Einzel-Wettbewerb.

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