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3. Fußball-Liga : „Vielleicht sind wir noch nicht so weit“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

FCH-Coach Andreas Bergmann nach der 1:4-Pleite seines Teams beim VfB Stuttgart II / Ruprecht: „Aus meiner Sicht war es kein Elfmeter“

Für 45 Minuten ging das Konzept des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock beim Auswärtsspiel bei der Bundesliga-Reserve des VfB Stuttgart II auf. Mit frühem Pressing setzten die Hansestädter den Kontrahenten unter Druck, der überhaupt nicht ins Spiel fand. „Das hat Hansa sehr gut gemacht. Wir hatten große Probleme, keine echte Torchance. Wir kamen ja noch nicht einmal richtig in Ballbesitz“, sagte der ehemalige Rostocker Tobias Rathgeb.

Hansa dagegen versäumte es, dem 1:0 durch Johan Plat (14.) einen weiteren Treffer hinzuzufügen. „Diesen Vorwurf müssen wir uns gefallen lassen“, erklärte auch FCH-Trainer Andreas Bergmann. Sein Team verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz, schaffte es aber nicht, die Angriffe zu Ende zu spielen. Dennoch schien zur Pause kaum etwas auf eine Pleite der Ostseestädter hinzudeuten.


Hansa-Trainer trauert Chancen von Savran und Blacha nach


Nach der Pause „kamen wir eigentlich noch ganz gut wieder rein“, so Bergmann, doch dann „produzierten wir derart dumme individuelle Fehler, die in jeder Liga der Welt bestraft werden“, so der Fußball-Lehrer.

Zunächst fand ein Pass von Sascha Schünemann keinen Rostocker Adressaten, sondern Rathgeb. Dieser leitete sofort den Gegenangriff ein. Manfred Starke unterlief ein taktischer Fehler im Stellungsspiel gegen Tim Leipold, als er dem Stuttgarter die Innenbahn öffnete. Ein Querpass und die FCH-Abwehr war ausgehebelt. „Doch auch nach dem 1:1 hatten wir noch zwei gute Möglichkeiten, um wieder ins Spiel zurückzufinden. Davon müssen wir einfach eine nutzen, wenn wir solch eine Partie gewinnen wollen“, ärgerte sich Bergmann über die vergebenen Chancen von Halil Savran (54./Pfostenschuss) und David Blacha (70./harmloser Kopfball aus sechs Metern in die Arme des Keepers).

Wenig später die entscheidende Szene: FCH-Abwehrmann Steven Ruprecht soll VfB-II-Stürmer Marco Grüttner zu Boden gerissen haben. „Aus meiner Sicht war die Aktion kein Elfmeter, weil ich ihn nicht runtergezogen habe. Ich hatte meine Hände dran, aber das reicht nicht aus, dass es ein Foul ist. Wenn das ein Foul ist, muss der Schiedsrichter vier oder fünf Elfmeter pfeifen“, so der Innenverteidiger. Es war im Übrigen schon der achte Strafstoß, der in dieser Saison gegen Hansa verhängt wurde, sieben davon auswärts. Für Rostock gab es noch keinen einzigen, wie zudem einzig auch für das Schlusslicht 1. FC Saarbrücken.

VfB-II-Trainer Jürgen Kramny wollte auf die Szene nicht näher eingehen, sagte nur: „Es gibt dann Situationen, die für Dich ausgehen. Der Elfmeter kam, und wir gingen mit 2:1 in Führung.“

Letztlich nahm Grüttner den Kontakt mit Ruprecht eher dankend an, als dass der Stürmer umgerissen wurde. Hansas Serie von acht ungeschlagenen Partien war beendet, auch „weil wir nach dem 2:1 dann alles nach vorne geworfen haben und ausgekontert wurden. Da hat die Mannschaft in ihrem Wollen die Ordnung verloren“, so FCH-Coach Bergmann, der abschließend feststellte: „Vielleicht sind wir noch nicht so weit, wie wir dachten. Zudem sollten sich einige Spieler in erster Linie zunächst einmal darauf konzentrieren, den einfachen Pass zu spielen, als es immer mit dem komplizierten zu versuchen.“

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erstellt am 27.Jan.2014 | 10:00 Uhr

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