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3. Fussball-Liga : Vidovic macht Druck auf Ruprecht

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Der slowenische Neuzugang sieht sich selbst mittlerweile bei 100 Prozent und lauert auf seine Chance in der Innenverteidigung

svz.de von
erstellt am 14.Aug.2014 | 05:58 Uhr

Seit knapp einem Monat und damit rund zehn Tage vor dem Saisonstart der 3. Fußball-Liga ist Jovan Vidovic beim FC Hansa. Trotzdem hat der Abwehrmann bereits zwei Einsätze auf seinem Buckel und übt großen Druck auf die Innenverteidigung, insbesondere auf Steven Ruprecht aus. Denn der neue FCH-Kapitän Christian Stuff ist gesetzt im Team von Trainer Peter Vollmann. „Ich bin jetzt bei 100 Prozent und warte auf meine Chance“, sagt Vidovic, der den Chefcoach aus der gemeinsamen Zeit beim Liga-Konkurrenten SV Wehen Wiesbaden kennt.


Vollmann kennt Vidovic von Wehen Wiesbaden


Dort stand der Slowene in der vergangenen Saison unter Vertrag und absolvierte 19 Einsätze. Unter Vollmann war Vidovic gesetzt, tat sich nach dessen Beurlaubung im Oktober 2013 – unter anderem wegen Differenzen über die sportliche Ausrichtung – allerdings schwer und verlor seinen Stammplatz. In Rostock wagt der 1,97-Meter-Hüne einen Neuanfang. „Meine Lieblingsposition ist schon in der Innenverteidigung. Aber ich kann auch auf der ,Sechs’ (defensives Mittelfeld – d. Red.) spielen“, sagt Vidovic. Dort kam er auch während des Auswärtsspiels in Kiel (0:2) zum Einsatz, wenngleich das besondere Hintergründe hatte. „In Kiel wollten wir damit etwas mehr Größe in unser Spiel bekommen, um so die langen Bälle des Gegner besser kontrollieren zu können“, erklärt Vollmann, der Vidovic ganz klar in der Innenverteidigung sieht: „Dafür haben wir ihn schließlich geholt.“

Die Luft für Ruprecht, dem zuletzt vor dem 0:1 gegen Wehen Wiesbaden ein technischer Lapsus unterlief, wird offenbar dünner. Weitere Schnitzer darf sich der gebürtige Berliner nicht erlauben. „Es ist ein normaler Prozess im Fußball, dass man ein bisschen Zeit braucht, um sich an eine neue Mannschaft zu gewöhnen. Zumal ich ja auch recht spät vor dem ersten Spiel zum Verein gekommen bin. Aber ich habe den Rückstand aufgeholt und bin bereit“, sagt Jovan Vidovic in englischer Sprache. Verstehen könne er auf Deutsch zwar alles, nur mit dem Sprechen hapert es. Auf dem Platz ist das aber egal, denn schließlich sei die Sprache des Fußballs international.

Außerhalb des Platzes hilft ihm derzeit Mustafa Kucukovic aus der Patsche, sofern es denn sein muss: „Ob nun bosnisch, kroatisch, slowenisch oder serbisch. Die Sprachen ähneln sich alle.“

Morgen in der ersten Runde des Landespokals von Mecklenburg-Vorpommern, wenn der FCH beim Landesligisten Lübzer SV (Anstoß 19.30 Uhr) antritt, stellt Vollmann dem Innenverteidiger einen längeren Einsatz in Aussicht. „Er wird wahrscheinlich mehr als 45 Minuten spielen. Aber auch Robin Krauße als Rechtsverteidiger und Stürmer Marcel Ziemer sollen, wenn nichts mehr passiert, von Beginn an auflaufen“, so der 56-Jährige.

 

MRT-Untersuchung bei Kucukovic

Mustafa Kucukovic unterzieht sich am Donnerstag einer MRT-Untersuchung in der linken Wade. „Wir gehen von einer Pause von zwei bis drei Wochen aus. Es ist sicher eine schwere Zerrung, vielleicht haben wir aber Glück und es ist kein Faserriss“, so Vollmann, der mit dem Team am Donnerstag um 10.30 und 16 Uhr trainiert.

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