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FC Hansa : Vester: „Wir warten die ersten fünf Spiele ab“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sportvorstand Uwe Vester zieht eine positive Bilanz aus dem Trainingslager in Spanien, will aber keine verfrühten Prognosen für die zweite Saisonhälfte abgeben. Bereits am Freitag sind die Rostocker wieder in der 3. Liga beim VfB Stuttgart II gefordert.

Wenn es die Zeit im Trainingslager des Fußball-Drittligisten FC Hansa in San Pedro del Pinatar zuließ, schnürte Vorstand Sport Uwe Vester die Joggingschuhe und machte mit – sowohl bei den Läufen der Mannschaft als auch im kleineren Kreis gemeinsam mit den Trainern Andreas Bergmann und Andreas Reinke.

„Ich habe auch einmal am Nachmittag mit unseren Sponsoren ein bisschen Fußball gespielt, um da so eine gewisse Präsenz aufzubauen.“ Ansonsten sei nicht groß Zeit zum Relaxen gewesen, zumal „ich erst mal drei Tage brauchte, um mit den Herren von der Pinatar-Arena (der Trainingsanlage der Rostocker, auf der sie auch ihre beiden Testspiele austrugen – d. Red.) Dinge zu klären. Sie waren wegen unserer Anhänger sehr nervös, reagierten ängstlich und engstirnig. Dabei haben Andreas Bergmann und ich regelmäßig den Dialog mit den Fans gesucht, und die haben das auch die Woche über sehr positiv umgesetzt.“

Bei den Übungseinheiten der Hansa-Kicker war der Anhang in einer Art Box mehr oder weniger zusammengepfercht, verhielt sich jedoch – abgesehen von einem Vorfall ganz zum Anfang und einigen Überflüssigkeiten am Rande der Generalprobe gegen Shanghai Shenhua (2:0) – diszipliniert.

Die Verantwortlichen, beanstandet Uwe Vester, seien nicht auf die große Zahl von Schlachtenbummlern vorbereitet gewesen, obwohl im Vorfeld extra darauf hingewiesen worden war, dass durchaus an die 200 Leute erscheinen könnten. Das gipfelte darin, dass dem FCH zum Abschluss eine Rechnung über 5700 Euro für den unter anderem zu Einlasskontrollen angeforderten Sicherheitsdienst überreicht wurde. Vester: „Das lassen wir vom Anwalt prüfen.“

Wofür auf jeden Fall aufgekommen werden muss, ist das Übergewicht an Gepäck. „Wir konnten bei der Fluggesellschaft, mit der wir von Berlin-Tegel nach Alicante und zurück reisten, nicht mit Kreditkarte bezahlen“, berichtet Uwe Vester, warum er während des Trainingslagers in Spanien stets eine größere Summe Bargeld am Mann hatte. Die 4000 Euro für die 390 Kilogramm zu viel auf der Hinreise („Das war nur ungefähr die Hälfte, die wir sonst haben, weil wir diesmal die vor Ort vorhandenen Medizinbälle, Stangen und Hürden nicht mitnehmen mussten“) waren also cash auf den Tisch zu legen. Der beim Rückflug zu entrichtende Betrag fiel im Übrigen mit 1400 Euro deutlich geringer aus.

Mit dem Camp insgesamt zeigte sich Vester sehr zufrieden: „Das Wichtigste war der sportliche Bereich, das hat super funktioniert. Es wurde sehr gut trainiert, die relativ kurze Vorbereitung in jeder Einheit genutzt. Dabei ist auch die Mannschaft noch mehr zusammengewachsen. Die Rahmenbedingungen waren, obwohl sich die Plätze als recht stumpf erwiesen, okay. Wettermäßig ist es ein deutlicher Fortschritt gegenüber der Türkei (Winter-Trainingslager 2013 in Belek – d. Red.) gewesen.“ Meist übten die Hanseaten sogar bei geradezu sommerlichem Wetter.

Am Freitag geht es nun beim VfB Stuttgart II in die zweite Saisonhälfte. „Wir spielten eine noch nicht so konstante Hinrunde, aber wir hatten von vornherein gesagt, es ist normal, dass eine neu zusammengestellte Mannschaft nicht gleich stabil genug sein wird“, blickt Uwe Vester zurück und verrät die weitere Vorgehensweise: „Wir warten jetzt die ersten fünf Spiele ab, dann wird man sehen, wo die Reise hingeht.“

Das ist die große Frage, zumal den FCH bekanntlich nur die Tordifferenz vom Aufstiegs-Relegationsplatz drei trennt und acht Partien ohne Niederlage zu Buche stehen, davon sechs gewonnene. Solch eine Bilanz weckt natürlich Hoffnungen...

Die Winter-Transferperiode erstreckt sich noch bis 31. Januar. Es sieht eher nicht so aus, als sollte es bis dahin bei den Rostockern personelle Veränderungen geben. Sowohl was Zu- als auch Abgänge betrifft, sei „im Moment alles ruhig“, so Uwe Vester.



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erstellt am 21.Jan.2014 | 10:00 Uhr

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