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3. Fussball-Liga : Vester gesteht Fehler ein

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Sport-Vorstand des FC Hansa geht auf Trainersuche und darf sich keinen Fehlschuss mehr erlauben

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2014 | 21:16 Uhr

Kontinuität und Entwicklung waren in dieser Saison die am häufigsten benutzten Schlagwörter in der Vorstandsebene des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Wie passt es da zusammen, dass sowohl der Vorstandsvorsitzende Michael Dahlmann als auch Uwe Vester (verantwortlich für den sportlichen Bereich) die Entlassung von Cheftrainer Andreas Bergmann als alternativlos bezeichneten?

„Trotz alledem geht es nicht, dass man in der Entwicklung solch große Wellen hat, in denen es schwer ist, daran zu glauben. Die Pokalniederlage war der negative Höhepunkt in diesem Jahr, in dem wir bislang kein einziges Heimspiel gewonnen haben. Wenn man ein Minimalziel nicht erreicht und ein Spiel gegen einen Fünftligisten – egal wie es läuft – nicht gewinnt, muss man die Reißleine ziehen“, erklärte Uwe Vester, der die Entscheidung gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen traf.

„Wir haben uns ein Saisonziel gesetzt, wollten möglichst schnell 50 Punkte holen und uns für den DFB-Pokal qualifizieren. Das sieht momentan schlecht aus. Da muss man irgendwann die Konsequenzen ziehen. Wir haben für verschiedene Situationen einen Plan B im Kopf. Und so ist es dann auch abgelaufen. Wir wären ja auch schlecht beraten, wenn wir impulsive Entscheidungen treffen würden“, bestätigt Michael Dahlmann.

Das Scheitern von Bergmann will das Duo aber nicht als Scheitern des Projektes FC Hansa verstehen. „Das Thema Kontinuität hat ja nicht immer etwas mit Personen zu tun. Wir haben eine eindeutige Philosophie, wie wir Fußball spielen wollen und wie die Mannschaft entwickelt werden soll. Davon rücken wir nicht ab, und dafür suchen wir das geeignete Personal“, so der Vereinschef.

Wenngleich Vester als Sport-Vorstand deutlich stärker in der Kritik steht, so liegt der 42-Jährige mit Dahlmann auf einer Wellenlänge: „Natürlich versuche ich zu reflektieren, was ich getan habe. Es hat offensichtlich nicht funktioniert, also habe ich definitiv einen Fehler gemacht. Als Verein sind wir auf einem guten Weg, einzelne Personen sind leider austauschbar. Man kann nicht langfristig und kurzfristig verlieren. Da gibt es in dieser Branche die bekannten Stellschrauben.“

Eins dürfte allerdings auch Vester klar sein: Sein nächster Trainervorschlag muss sitzen.




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