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3. Fußball-Liga : Trotz Blitztor spielt Hansa nur remis

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Rostocker trennen sich im Ost-Duell von Rot-Weiß Erfurt 1:1

Eine Torpremiere, ein kapitaler Abwehrschnitzer und ein gehaltener Elfmeter: Das Ost-Duell in der 3. Fußball-Liga zwischen Rot-Weiß Erfurt und dem FC Hansa Rostock hatte am Sonnabend drei Aufreger zu bieten. Am Ende trennten sich die Traditionsclubs im vorletzten Saisonspiel 1:1 (1:1) unentschieden – und konnten mit dieser Punkteteilung leben.

„Wir haben Erfurt ohne Ende bespielt, versäumten es aber, das zweite oder dritte Tor nachzulegen. Dann sind wir eben hinten nicht so stabil, den Vorsprung zu verteidigen. Das ist unser Problem, was sich durch die gesamte Saison zieht“, fasste Hansas Innenverteidiger Steven Ruprecht zusammen.

Zu Beginn trauten die knapp 2000 mitgereisten Rostocker Anhänger im Steigerwaldstadion ihren Augen nicht. Die auf mehreren Positionen umgestellte Gäste-Elf – Stürmer Halil Savran fiel kurzfristig mit Magen-Darm-Infekt aus – spielte frech auf. Vor allem „Sechser“ Max Christiansen leitete etliche vielversprechende Angriffe ein. Hansas 17-jährigem Mittelfeld-Talent fiel nach einer Flanke von Noël Alexandre Mendy der Ball vor die Füße. „Ich habe gesehen, dass ich Platz habe, und zog ab“, beschrieb Christiansen sein erstes Profi-Tor (2.). Das frühe 1:0 verlieh Hansa Auftrieb. Julian Jakobs, der als „Zehner“ hinter der einzigen Spitze Nikolaos Ioannidis wirbelte, hätte erhöhen müssen. Erst scheiterte er aus Nahdistanz an RWE-Keeper Klewin, dann am Pfosten (8.).

Erfurt war bis dahin von der Rolle, leistete sich katastrophale Fehlpässe. Erst nach einer Viertelstunde besaßen die Thüringer durch Kammlott und Czichos erste gute Chancen. Beim Ausgleich half aber die FCH-Abwehr kräftig mit. Nach einer Ecke wurde ein abprallender Ball von Ruprecht nicht konsequent geklärt. Kammlott spritzte dazwischen und verwandelte an Jörg Hahnel vorbei zum 1:1 (20.). „Ich hörte hinter mir einen ,Leo’-Ruf. Der kam aber nicht von ,Jockel’“, versuchte Ruprecht das Missverständnis mit seinem Keeper aufzuklären.

Bis zur Pause blieb Erfurt vor 9481 Zuschauern am Drücker, sorgte meist über die rechte Rostocker Seite für Gefahr. So verpassten Nietfeld (28., 45.) und Strangl (39.) die Führung. Auch beim Freistoß von Pfingsten-Reddig, der kurz nach der Pause am Außennetz landete, hätten sich die Gäste über das 1:2 nicht beschweren dürfen.

Erst mit der Einwechslung von Milorad Pekovic zog Ruhe ins Hansa-Spiel ein, schienen beide Teams das Remis zu verwalten. Bis zur 76. Minute: Da ließ Robin Krauße im Strafraum gegen Drazan das Bein stehen. Den fälligen Elfmeter von Pfingsten-Reddig parierte Hahnel großartig. Auf der anderen Seite hatte Jakobs den Siegtreffer auf dem Schlappen (86.). „Die Partie hätte in beide Richtungen kippen können. Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das 1:1 ist leistungsgerecht“, so Ruprecht.

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