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2. Handball-Bundesliga : Trennung von „Nemo“ steht bevor

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

HC Empor Rostock erteilt Nemanja Mladenovic die Freistellung für ein Probetraining in Katar

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2014 | 22:04 Uhr

Das Ende von Nemanja Mladenovic im Trikot des Handball-Zweitligisten HC Empor steht offenbar unmittelbar bevor. Es deutet alles auf eine sofortige Trennung zwischen dem Rostockern und dem serbischen Rückraumspieler hin. „,Nemo’ befindet sich auf dem Weg nach Katar. In Abstimmung mit seinem Berater hat er bei uns um eine Freistellung vom 22. bis 28. Dezember gebeten, um dort bei einem Verein vorzuspielen. Er sucht eine neue Herausforderung. Natürlich bekommt er auch keine Bezüge mehr“, informierte Juliane Radike, Geschäftsführerin der Empor Rostock Handball GmbH.


Für Sonnabend-Spiel aus Kader gestrichen


Trainer Aaron Ziercke hat den 20-Jährigen deshalb auch für die Partie am Sonnabend
bei der HSG Nordhorn-Lingen aus dem Kader gestrichen: „Er war bereits zuletzt nicht mehr richtig bei der Sache. Sein Antrag auf Freistellung beweist mir, wie er zur Mannschaft steht, die bis zur Pause noch drei wichtige Partien auf dem Zettel hat.“

Der serbische Nationalspieler war im Februar dieses Jahres aus Gummersbach an die Ostseeküste gewechselt. Sein erstes Punktspiel bestritt der 1,94 Meter große Rückraummann am 9. März ausgerechnet gegen Nordhorn. Ihm gelangen vier Treffer. Auch in den folgenden Duellen mit dem SC DHfK Leipzig (acht) und Bad Schwartau (zehn) schien sich der durch Vermittlung des Ex-Empor-Beraters Uwe Schwenker zu den Ostseestädtern gestoßene Mladenovic als eine echte Verstärkung zu erweisen.

Jedoch ging seine Formkurve anschließend steil abwärts. In der laufenden Saison absolvierte er bisher zwölf von 18 Partien und erzielte bei 81 Wurfversuchen lediglich 33 Treffer.

An seine Leistungen aus den März-Partien kam er nicht mehr heran. Auch eine Denkpause nach seiner Disqualifikation beim Duell mit dem VfL Bad Schwartau – Mladenovic hatte nach zwei Minuten gleich noch zwei weitere wegen Meckerns bekommen, legte daraufhin weitere Bemerkungen gegenüber dem Schiedsrichtergespann nach und kassierte folgerichtig Rot – verpuffte.

„Der Spieler war seit geraumer Zeit nicht mehr im Kopf frei. Ein Wechsel weg vom HCE schien dort schon länger beschlossene Sache zu sein. Am deutlichsten war das gegen Saarlouis zu sehen,
als sich das Team vier Minuten vor Schluss auf 25:26
herangekämpft hatte, sich in Überzahl befand, doch er die taktische Linie verließ. Für mich war die Maßnahme des Coaches verständlich, ihn daher gegen TuSEM Essen nicht zu nominieren. Ich kann ihm nur die Daumen drücken, dass das in Katar klappt. Es ist die richtige Entscheidung“, sagt Empor-Vorstand Jens Gienapp.

Sollte es zu einem Engagement im Wüstenstaat kommen (auch Patrik Hruscak hatte dort Anfang des Jahres ein zweimonatiges Gastspiel), wird der HCE Mladenovic keine Steine in den Weg legen und den eigentlich bis zum 30. Juni mit beidseitiger Verlängerungsoption geschlossenen Kontrakt auflösen. An eine zusätzliche Verpflichtung ist nicht gedacht, zumal Empor im Rückraum personell mit fünf Akteuren gut bestückt ist.


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