Handball, 2. Bundesliga : Tom Wetzel lässt Empor jubeln

Empors Tom Wetzel (l.) gab gegen Aue ein glänzendes Comeback, traf allein in der zweiten Halbzeit achtmal.
Foto:
1 von 1
Empors Tom Wetzel (l.) gab gegen Aue ein glänzendes Comeback, traf allein in der zweiten Halbzeit achtmal.

Top-Schütze gibt glänzendes Comeback und wirft Rostocker Handball-Zweitligisten zum 27:23 (11:14)-Sieg über den EHV Aue

Als sich Tom Wetzel in der 54. Spielminute im Eins-gegen-Eins durchtankte und in seiner dynamischen Art zum 22:21 traf, kochte die Ospa-Arena. „Tommy, du bis Spitze“, tönte es von den Rängen der gut 750 Zuschauer. Empors Top-Shooter, der sich gestern Abend nach vierwöchiger Verletzungspause zurückmeldete, hatte in dem Moment nicht nur seinen achten Treffer erzielt, sondern die Rostocker gegen den EHV Aue auf die Siegerstraße geworfen. „Man sieht, wenn es einmal läuft, kann man in dieser Halle ein Spiel zum Kippen bringen“, freute sich der 23-Jährige nach Spielende über den 27:23-Erfolg.

Dabei tat sich der Handball-Zweitligist in der ersten Halbzeit schwer. Zwar lagen die Hausherren zu Beginn dank der Treffer von René Gruszka mit 7:5 in Führung, verloren aber nach einer Viertelstunde den Faden. Vor allem Florian Zemlin, der einige Bälle unkonzentriert verlor, und eben Wetzel, dem im Abschluss noch die Genauigkeit fehlte, patzten.

Aue nutzte die Ballgewinne konsequent zu schnellen Gegenstößen, glich erstmals beim 7:7 (15.) aus und zog zur Pause auf 14:11 davon. Vor allem Jan Faith war bis dahin mit sechs Treffern kaum zu halten. Umso bitterer aus Sicht der Gäste, dass der Rechtsaußen zu Beginn der zweiten Halbzeit verletzt rausmusste.

Für Empor das Signal, nun im Angriff konzentrierter zu Werke zu gehen. „Ich habe den Jungs in der Kabine gesagt, dass sie vorne nur ihre Fehler minimieren müssen“, so Coach Aaron Ziercke.

Gesagt, getan: Ausgehend von einer stabilen 6:0-Deckung verkürzten die Gastgeber auf 16:17 (41.), glichen zum 18:18 (44.) aus und waren beim 20:18 (48.) wieder vorn. Neben Wetzel avancierte in dieser Phase Keeper Paul Porath zum Matchwinner. Der Youngster entschärfte allein im zweiten Abschnitt zwölf Würfe und „hexte“ einen Siebenmeter drüber. „Unglaublich, wie sich der Junge gesteigert hat“, zollte ihm Norman Flödl, der mit den letzten beiden Treffern den Sack zum 27:23 zuband, Respekt.

„Wichtig waren die zwei Punkte. Auch wenn ich läuferisch noch nicht bei 100 Prozent bin, war das ein guter Einstand. Aber ich war ja nicht am Arm, sondern nur am Bein verletzt“, sagte Wetzel und grinste.

Rostock: P. Porath, Massaro – Hövels 2, Dethloff 1, Mladenovic 2, Gruszka 6/2, Flödl 3, Wetzel 8/1, Sadewasser, Papadopoulos 4, Zboril, Hruscak 1, Zemlin, Möller n. e.

Aue: Musil, Petursson – Meinhardt 5/2, Roch 4, Sigtryggsson 2, Sommer 3, Faith 6, Gunnarsson, Mazur 1, Kempe 1, Duschek, Sigthorsson 1, Paraschiv

Siebenmeter: Rostock 3/3, Aue 2/3
Strafminuten: Rostock 10, Aue 14
Schiedsrichter: Karamuk/Seliger (Berlin)
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen