2. Handball-Bundesliga : Tom Wetzel fällt noch länger aus

Empor-Top-Shooter Tom Wetzel wird seine Mannschaft vorläufig weiterhin nur von außen unterstützen können.
Empor-Top-Shooter Tom Wetzel wird seine Mannschaft vorläufig weiterhin nur von außen unterstützen können.

Trotz Winterpause ereilte den HC Empor einer weitere Hiobsbotschaft. Die Rostocker müssen wahrscheinlich auch zum Rückrundenauftakt ohne ihren Top-Shooter Tom Wetzel auskommen.

svz.de von
19. Dezember 2013, 18:42 Uhr

„Endlich Winterpause. Die Mannschaft kroch zuletzt förmlich auf dem Zahnfleisch. Nun ist Regeneration angesagt“, sagte Dr. Rastislav Trtik, Trainer des Handball-Zweitligisten HC Empor Rostock, nach dem 24:39 am Mittwoch bei der SG BBM Bietigheim.

Entsprechend der Vereinbarung mit der Rehabilitationsfachklinik „Moorbad“ Bad Doberan werden heute und morgen einige Spieler wie Florian Zemlin, Norman Flödl, Roman Becvar, René Gruszka und Jens Dethloff ihre Zelte bei Chefarzt Dr. Peter Kupatz und dessen Team aufschlagen.

Der Coach musste indessen eine weitere Hiobsbotschaft verkraften. Tom Wetzel hat sich unters Messer begeben. Bei dem 22-Jährigen wurde am Dienstag die nach dem doppelten Wadenbeinbruch eingesetzte Metallplatte entfernt. „Die Wunde muss nun verheilen. Danach steht bei ihm Reha auf dem Programm“, sagt Mannschaftsärztin Dr. Sabine Niendorf. Die Hansestädter müssen damit rechnen, dass der Top-Shooter der vergangenen Saison (207 Tore) beim Trainingsauftakt am 11. Januar fehlen wird, auch sein Wiedereinstieg zu Beginn der Rückrunde gefährdet ist.

Zudem läuft die Vereinbarung der Ausleihe von Oliver Milde von den Füchsen Berlin II aus. „Einen zusätzlichen linken Rückraumspieler an die Ostseeküste zu bekommen ist eine Baustelle“, sagt denn auch Jens Gienapp. Der Geschäftsführer der Empor Rostock Handball GmbH und zugleich Vereinsvorsitzende bestätigte: „Wir prüfen verschiedene Alternativen und möchten das Thema möglichst frühzeitig vom Tisch haben.“

Rastislav Trtik stellte seiner Sieben nach der Partie in Bietigheim trotz der hohen Niederlage ein gutes Zeugnis aus: „Mit dem Einsatz von ,Laage’ (René Gruszka – d. Red.) im rechten Rückraum habe ich eine Alternative geprüft, die künftig durchaus denkbar ist. René hat auf der ungewohnten Position ein gutes Spiel gemacht. Auch Julius Porath konnte 40 Minuten den Außenpart ausfüllen. Er und Robert Barten haben wertvolle Erfahrungen sammeln können. Mitgenommen hatte ich auch Ole Prüter aus der A-Jugend, der allerdings noch ohne Einsatz blieb.“

Mit Blick auf die nun 20:16 Punkte und vorläufig Platz sieben sieht sich der Tscheche im „Übergangsjahr“ (Gienapp) noch im Soll: „Wenn ich mir den Stand vor einem Jahr mit unseren dicken Minuspunkten ansehe, kann ich mit dem jetzigen Zwischenresultat bei unseren bekannten personellen Problemen durchaus leben.“

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