Hansa siegt gegen Duisburg : Tabellenführer erneut bezwungen

<p>Die Erlösung: Amaury Bischoff (rechts) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit seinen Teamkollegen Maximilian Ahlschwede (links) und Michael Gardawski. </p>
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Die Erlösung: Amaury Bischoff (rechts) bejubelt seinen Treffer zum 1:0 mit seinen Teamkollegen Maximilian Ahlschwede (links) und Michael Gardawski.

Mit einer kämpferischen Vorstellung hat sich der FC Hansa Rostock etwas Luft im Kampf um den Erhalt der 3. Fußball-Liga verschafft. Wie in der Hinrunde bezwangen die Ostseestädter den Spitzenreiter MSV Duisburg.

svz.de von
05. April 2017, 21:45 Uhr

„Das war das wohl stärkste Stück, das sich der FC Hansa in der 3. Fußball-Liga je ,geleistet’ hat“, lobte unsere Zeitung die Rostocker für ihr 1:0 am 22. Oktober 2016 bei Tabellenführer MSV Duisburg. Angesichts des schwindenden Vorsprungs auf die Abstiegsplätze (und eines drohenden Punkte-Abzugs wegen fortgesetzten Fehlverhaltens ihrer Fans) konnte den Hanseaten im Rückspiel gestern eigentlich nur ein neuerlicher „Dreier“ gegen den Noch-immer-Spitzenreiter weiterhelfen. Und es klappte: wieder 1:0!

Die Weiß-Blauen mit drei Änderungen in der Start-Elf: Vom 1:2 zuvor in Osnabrück Holthaus auf der Bank, Gebhart und Quiring nicht einmal im Kader, dafür neu im Team Bischoff, der begnadigte Jänicke und Ziemer. Die Gastgeber legten sich mächtig ins Zeug und belohnten sich schon nach zehn Minuten mit dem 1:0: Ahlschwede hatte von rechts geflankt, die gestern hellgrün ungestreiften „Zebras“ konnten nicht ordentlich klären, der Ball kam zu Bischoff, der ihn aufsetzend platziert links unten im Netz unterbrachte. Hansa kam noch zu einer zweiten verheißungsvollen Chance: gute Eingabe von Andrist, Ziemer zog sofort ab, doch MSV-Torhüter Flekken vereitelte stark das 2:0 (29.). Die Einheimischen gefielen mit einer diszipliniert dargebotenen flexiblen Taktik zwischen 4-5-1 defensiv und
4-3-3 im Gang nach vorn. In einer sehr guten ersten Halbzeit gestatteten sie Duisburg nur zwei Freistoß-Gelegenheiten. Die waren allerdings beide nicht ohne. Jeweils hart von der Strafraumgrenze verfehlten jedoch sowohl Wiegel (6.) als auch Schnellhardt (24.) den Kasten.

Wermutstropfen war das verletzungsbedingte Ausscheiden von Bischoff ohne gegnerische Einwirkung: Er musste kurz vor der Pause mit Verdacht auf eine Verletzung an der Achillessehne  mit einer Trage vom Spielfeld transportiert werden (41.). Dies bestätigte sich laut Hansa-Trainer Christian Brand zum Glück nicht. Er habe sich nur einen Nerv eingeklemmt und könne eventuell am Sonntag beim FSV Mainz II sogar wieder auf dem Platz stehen.

Auch in der zweiten Hälfte warfen die Rostocker alle Leidenschaft in die Waagschale. Die Gäste wussten sich oft nur mit taktischen Fouls zu helfen und sahen in den gut zehn Minuten nach Wiederbeginn dreimal Gelb. Hansa nahm immer wieder bei Kontern Fahrt auf und stand hinten weiter sicher. Kam Duisburg doch ausnahmsweise mal durch, war Schuhen da, so wie gegen Onuegbu (65.). Albutat traf für den MSV das Außennetz/71.), aber gleich „brannte“ es wieder auf der anderen Seite: Scharfschuss von Ahlschwede knapp daneben (75.). Die Rostocker begeisterten im einsetzenden Regen – und Schuhen hielt im einsetzenden Regen in der Nachspielzeit gegen den frei durchgebrochenen Bröker den verdienten Sieg fest.

Leidenschaftlich rangen die Rostocker mit den Duisburgern  um jeden Zentimeter Rasen  und zogen so auch die Anhänger wieder auf ihre Seite. Das Ostseestadion stand wie eine Wand hinter der Truppe und feierte frenetisch jeden gewonnenen Zweikampf. Nun gilt es in den kommenden Spielen, diese Leistung  zu konservieren, um dem Abstiegsgespenst  endgültig zu entrinnen.

Rostock: Schuhen – Ahlschwede, Henn, Hoffmann, Dorda (V) – Gardawski, Erdmann (V), Bischoff (42. Holthaus) – Andrist (90.+1 Garbuschewski), Ziemer (85. Benyamina), Jänicke. Duisburg: Flekken – Erat (V), Bomheuer, Bajic, Poggenberg (V) – Wiegel (V/59. Onuegbu), Albutat, Schnellhardt, Engin (79. Dausch) – Iljutcenko, Brandstetter (70. Bröker). Schiedsrichter: Reichel (Sindelfingen). Zuschauer: 9000
Tor: 1:0 Bischoff (10.)
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