zur Navigation springen

Handball : Susanne Kordt und Julia Schüring: Zwei „Ehemalige“ kehren zurück

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Von ihrer Erfahrung erhofft sich Trainerin Ute Lemmel Akzente für den Rostocker HC im Kampf gegen den Abstieg aus der 3. Liga

svz.de von
erstellt am 03.Jan.2014 | 20:41 Uhr

Ute Lemmel, Coach der Handballerinnen des Rostocker HC, hat auf die in ihren Augen „derzeit laxe Einstellung“ der Mannschaft reagiert und zwei „Ehemalige“ ins Team zurückgeholt: Susanne Kordt und Julia Schüring sollen dem stark vom Abstieg bedrohten Vorletzten der 3. Liga Ost vor allem mit ihrer Erfahrung helfen.

Susanne Kordt ist schon seit ewigen Zeiten im Verein. Die 31-Jährige kann u. a. auf 32 Einsätze in der 1. Bundesliga zwischen 2004 und 2006 verweisen, bei denen sie 18 Tore warf. Die 1,76 m große Rückraumspielerin engagiert sich auch als Trainerin: Die von ihr betreute D-Jugend des RHC hat in der Bezirksmeisterschaft gute Medaillenchancen.

Wie aber soll die Diplom-Pädagogin fast von einem Moment auf den anderen eine Führungsrolle bekleiden, wo sie doch vor sage und schreibe 14 Monaten ihre letzte Drittliga-Begegnung bestritt (beim 30:26 gegen den HC Sachsen Neustadt-Sebnitz am 4. November 2012)? Ute Lemmel: „Sie wird vielleicht nicht von Anfang an hohe Spielanteile haben. Mir kommt es erst mal auf ihre Übersicht im Deckungsverhalten an, dass sie im Zusammenspiel mit den Nebenleuten und dem Torwart die Abwehr zusammenhält. Wichtig ist: Susanne will helfen, sie ist eine von uns und im Verein groß geworden. Sie weiß um die Brisanz der Situation, und ich hoffe, dass sie auch in der Hinsicht Akzente in der Mannschaft setzen kann.“

Susanne Kordt, die über die Feiertage mit Laufen und Kraftarbeit versuchte, Rückstände wettzumachen, stellte bereits nach ihrer ersten Übungseinheit mit der Mannschaft erfreut fest: „Ich fühle mich nicht, als ob ich anderthalb Jahre nichts gemacht habe.“

Es seien auch „die Person Ute Lemmel“ und frühere Mannschaftskameradinnen wie Anja Schultz gewesen, die sie zu ihrem Comeback bewogen hätten. Zudem sei ihre berufliche Situation geklärt, und sie habe die volle Unterstützung ihres Lebensgefährten Mario. „Vor allem aber ist es mein großer Anreiz, dass wir noch die Klasse halten. Denn wofür trainiere ich meine Kinder? Damit sie irgendwann oben ankommen! Was uns im Moment fehlt, ist einer, der die Richtung vorgibt. Vielleicht kann ich das ja übernehmen.“

Die gebürtige Kielerin Julia Schüring lief insbesondere in der Saison 2011/12 insgesamt 16-mal für die Dolphins in der 3. Liga auf und brachte es dabei auf 61 Tore, das sind 3,81 pro Partie. Ein Wert, den beim Rostocker HC in der laufenden Serie allein Victoria Schlegel mit einem Schnitt von 5,84 toppt. Allerdings entsprangen 44 ihrer 76 Treffer Siebenmetern… Die 25-jährige Soldatin Schüring ist – auch mit Blick auf den längeren Ausfall von Stamm-Rechtsaußen Caroline Schallock wegen einer Knieverletzung – für beide Außenpositionen vorgesehen. Ute Lemmel: „Sie ist ja auf Deutsch gesagt so eine Art Kampfschwein, ein Typ, wie wir ihn jetzt brauchen. Es geht nicht um Schönheit, sondern nur noch um Punkte – und darum, dass die Mannschaft den Kampf annimmt!“

Das Problem ist nur, dass Julia Schüring dieser Tage beim Joggen umgeknickt und unglücklich gestürzt ist, sich dabei eine Fußverletzung und leichte Gehirnerschütterung zuzog. Beim RHC hofft man, dass sie ganz schnell wieder auf den Beinen ist!

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen