zur Navigation springen

Rudern : Stephan Krüger wieder bärenstark

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

EM-Ticket nach Sieg in Duisburg im Doppelzweier mit dem Potsdamer Hans Gruhne

svz.de von
erstellt am 18.Mai.2014 | 23:15 Uhr

Stephan Krüger vom Olympischen Ruder-Club Rostock und der Potsdamer Hans Gruhne sind nach der internationalen Wedau-Regatta am Wochenende die neue deutsche Nummer eins im Doppelzweier der schweren Männer. In der nationalen Selektion behaupteten sich die Vize-Weltmeister 2011 vor den Sachsen Philipp Wende/André Sieber.

„Mit etwa zwölf Metern, also gut einer Bootslänge Vorsprung holten die beiden das Ticket für die Europameisterschaften in Belgrad. Der Trend stimmt optimistisch“, lobt Bundestrainer Meinhard Rahn (Rostock) die von ihm gecoachte Crew. Viel Zeit zur intensiven Vorbereitung bleibt dem Trio nicht, denn am 31. Mai muss beim Sturm auf das Podium alles passen.

Am zweiten Finaltag stieg der Rostocker Sportsoldat mit Alt-Meister Marcel Hacker, Hans Gruhne und seinem Ex-Partner Eric Knittel in den Doppelvierer und kam hinter dem zweiten deutschen Boot ein.

Krügers ORC-Vereinskollegin Marie-Louise Dräger muss die EM dagegen am Bildschirm verfolgen. Ihr Comeback im Doppelzweier der leichten Frauen mit der Frankfurterin Leonie Pless endete auf Rang drei. Gegen die siegenden WM-Dritten Anja Noske und Lena Müller (Saarbrücken/Ulm) sowie die Polinnen waren die beiden diesmal noch chancenlos. „Schade! Ich bin zwar jenseits vom Erhofften, aber nach der relativ kurzen Trainingsphase mit dem Erreichten auch nicht unzufrieden“, interpretierte die 33-Jährige das Geschehen.

Besser machte es die Rostockerin Julia Lepke. Sie saß im ungesteuerten Vierer nur im Boot DRV* 2, doch dieses triumphierte im Finale deutlich und schockte die Favoritinnen von DRV 1 mit einer soliden 2000-m-Fahrt. „Das war gut für das angekratzte Selbstvertrauen“, strahlte die WM-Vierte des Vorjahres sichtlich zufrieden. In Belgrad wird sie im Frauen-Achter rudern. Das gestrige Rennen gewann die neuformierte deutsche Crew klar, aber ohne ernsthafte Konkurrenz.

Nur als EM-Reservisten waren in Duisburg die Europameister von 2013 Hannes Ocik (Achter) und Paul Heinrich (Doppelvierer) unterwegs. Der Schweriner Ocik wurde von Bundestrainer Ralf Holtmeyer für den Ex-Rostocker Felix Drahotta, der geschont wurde, in den siegreichen Deutschlandachter rotiert und absolvierte nach Trainingsausfällen zur denkbar schlechtesten Zeit seine ersten Wettkampf-Kilometer der Saison. Paul Heinrich (Rostocker Ruder-Club) kämpfte sich zweimal ins A-Finale der besten sechs Männer-Einer.

Von den U23-WM-Kandidaten aus MV präsentierte sich der ungesteuerten Zweier mit Finn Knüppel (Schweriner RG) und Malte Daberkow (ORC) in einer Superform. Die Schützlinge von Coach René Burmeister raubten mit einem Blitzstart den anderen fünf Finalisten jede Chance.

Maltes Zwillingsbruder Ole musste sich im Doppelzweier der B-Senioren den unerwartet starken Ungarn geschlagen geben. In der gleichen Bootsklasse der jungen Damen dominierten Julia Leiding (Rostocker RC) und die Mainzerin Anne Marie Götz. Eine besondere Belohnung für Julia waren Start und Sieg im A-Doppelvierer der Frauen (Eliteklasse). Frauke Hacker überzeugte im Vierer ohne Steuerfrau als Zweitplatzierte.

* DRV = Deutscher Ruderverband


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen