Rudern : Stephan Krüger bärenstark

Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag zeigte Stephan Krüger vom Olympischen Ruder-Club der Einer-Konkurrenz beim Langstreckentest in Dortmund, was eine Harke ist.
Einen Tag nach seinem 26. Geburtstag zeigte Stephan Krüger vom Olympischen Ruder-Club der Einer-Konkurrenz beim Langstreckentest in Dortmund, was eine Harke ist.

Vier Rostocker Siege bei den sieben Langstrecken-Rennen auf dem Dortmund-Ems-Kanal

svz.de von
02. Dezember 2014, 10:30 Uhr

Beim letzten Saisonhöhepunkt des Deutschen Ruderverbandes, dem Langstreckentest auf dem Dortmund-Ems-Kanal, dominierten die Starter aus Rostock und Schwerin die Rennen über den 6000 Meter langen Kanten.

Nicht nur „Oldie“ Marie-Louise Dräger vom Olympischen Ruder-Club setzte mit ihrem Triumph vor den WM-Teilnehmerinnen Anja Noske (Saarbrücken) und Lena Müller (Ulm) ein Achtungszeichen. „Marie hat gezeigt, dass sie ihr Comeback in die richtige Spur bringt und ernsthaft für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro plant“, lobt Coach Meinhard Rahn seine „kleine Leichte“. Während die Rostockerin die längste Phase der dualen Karriere in der Polizei-Sportfördergruppe des Landes nebst privatem Familienglück perfekt gemeistert hat, besitzt DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock (Hamburg) nun eine zusätzliche Option für die vorolympische Saison und die Weltmeisterschaften auf dem Lac d’Aiguebelette (Frankreich) im Doppelzweier der leichten Frauen.

Bärenstark präsentierte sich in Dortmund auch Stephan Krüger. Am Tag nach seinem 26. Geburtstag machte er sich selbst das schönste Geschenk und gewann den Einer der schweren Männer. Mit einem Start-Ziel-Sieg dominierte der Sportsoldat vom ORC die Konkurrenz. „Alt-Meister“ Marcel Hacker (Magdeburg/4.) hängte er gar um fast zehn Sekunden ab.

Ole Daberkow, Rostocks zweiter Starter, wurde guter Achter und kann auf einen Quotenplatz für ein DRV-finanziertes Trainingslager hoffen.

Bei den Duellen im Zweier ohne Steuermann sorgten Finn Knüppel/Malte Daberkow (Schwerin/ORC), die Noch-U23-Athleten von Coach René Burmeister, mit ihrem Sieg für eine faustdicke Überraschung.

Ein gutes Comeback nach langem Ausfall gelang Hannes Ocik (Schwerin). Mit dem Lübecker Max Munski kam er auf Rang sechs ein.

Mit dem vierten Erfolg der Nordostdeutschen überzeugte Julia Wärmer, die bis zu ihrer Heirat im Sommer den Familiennamen Lepke trug. Gemeinsam mit Sonja Schütte (Essen) zeigte die Polizei-Meisterin eine tolle Fahrt. Auf Platz fünf überquerten die ORC-Athletinnen Frauke Hacker und Laura Prieß die Ziellinie.

Nicht wie erhofft lief es im Frauen-Einer für Julia Leiding. Nach der Verletzungsserie des Herbstes fehlte ihr die nötige Power, um mit den Besten mithalten zu können.

Mit einer insgesamt tollen Bilanz geht es für die MV-Ruderer in das schweißtreibende Wintertraining. Davor starten sie noch am Sonnabend bei den Ergometer-Landesmeisterschaften in der Sporthalle der Grundschule „John Brinckman“ in Rostock.

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