zur Navigation springen

Wasserspringen : Starker Auftritt der Nachwuchs-Athleten

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Springer vom WSC holen zehn Titel und sieben weitere Medaillen bei den Hallen-Meisterschaften / Reserven bei der Normerfüllung

„Einen ,Zehner’ dafür, solch eine Goldmedaillen-Flut zu prognostizieren, hätte ich beileibe nicht als Wetteinsatz gegeben. Der Auftritt unseres Quintetts bei den Deutschen Meisterschaften der A- und B-Jugend war einfach überragend. Da muss ich schon einige Jahre zurückblicken, um etwas Ähnliches zu finden“, sagte Andreas Kriehn, Vorsitzender des Wasserspringerclubs Rostock, nach den nationalen Titelkämpfen in Halle/Saale.

Freude auch bei Trainer Michail Sachiasvili: „Erst einmal gibt das Selbstvertrauen für die eigentlichen Saisonziele. Zum anderen wurden Saskia Oettinghaus, Anna Shyrykhay und Leonard Bastian für den Sieben-Nationen-Länderkampf in Leeds sowie Tim Dreiucker für das Youth Meet in Dresden nominiert. Das Abschneiden von Halle muss aber differenziert betrachtet werden.“

Denn in der Tat war nicht alles Gold, was glänzte. Dem Coach ging es neben den Plätzen vordergründig natürlich um die ersprungenen Punkte: „In dieser Hinsicht gingen mit Blick auf die zu erreichenden Kadernormen nicht alle Wünsche in Erfüllung.“ Einschränkend fügte er aber an: „Der Trainingsaufbau ist hinsichtlich einer Höchstform auf die Sommer-Meisterschaften Anfang Mai in Leipzig ausgerichtet. Da geht es um die Tickets für die Europameisterschaften.“

In Halle verfehlten Saskia Oettinghaus und Anna Shyrykhay die „Dreier“-Normen. Auch Paul Deiß – ist wieder Schützling von Trainerin Monika Dietrich – schrammte nach längerem Trainingsausfall daran vorbei.

Apropos Oettinghaus: Bei der Bronzeplakette vom Drei-Meter-Brett – den Wettbewerb gewann die Ex-Rostockerin Lene Krüger (Berlin) – kam Saskia nur auf 98 Prozent. Gründe waren die missglückten zweieinhalb Rückwärtssalto sowie dreieinhalb gehockter Vorwärtssalto. Letzteren hatte ein Kampfrichter sogar nur mit 0,5 Punkten benotet. Beim näheren Hinschauen entpuppte sich der strenge Referee ausgerechnet als Michail Sachiasvili. Der begründete die Entscheidung wie folgt: „Entschuldigung, aber mir sind ein bisschen die Emotionen durchgegangen. Fast alle anderen Juroren hatten eine 3,5 gezogen. Ich ärgerte mich einfach, dass Saskia im vierten Wettkampf hintereinander beim ,107c’ den gleichen Fehler beging. Mit den beiden letzten Durchgängen gab sie den Sieg aus der Hand.“

Dafür klappte es aber im Synchronspringen vom Dreier mit Anna Shyrykhay. Die neue Paarung ließ sich trotz Reserven in der Synchronität nicht die Butter vom Brot nehmen.

Ein erstaunliches Comeback gelang Leonard Bastian nach fast zehnwöchiger Verletzungspause mit zwei Titeln und jeweils Normerfüllungen. Auch Tim Dreiucker, der ebenfalls lange ausfiel, haute in der Konkurrenz vom Dreier mit seinem neuen Programm „ein Ding raus“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen