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Hansa Rostock : Standards sind immer eine Waffe

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Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Garbuschewski bereitete mit einer Ecke den Siegtreffer in Aspach vor – die erste Vorlege des Mannes, der im Winter aus Cottbus kam

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Endlich hat auch Ronny Garbuschewski seinen ersten Scorerpunkt im Trikot des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Mit einem Eckball bereitete der Standardspezialist den 1:0-Siegtreffer von Marcus Hoffmann gegen Großaspach vor. „Ich glaube, dass wir bei fast jedem Standard gefährlich waren. Das war absolut in Ordnung. Das Timing und die Abstimmung wird eben auch immer besser, umso länger man zusammen ist. Wichtig ist, dass die Bälle gut reinkommen und die Jungs dann so abspringen – wie ,Hoffi’ das jetzt super gemacht hat – damit der Ball im Tor landet“, sagt der 30-Jährige.

Wenngleich die Ostseestädter als Hauptprämisse auf Ballbesitz aus sind und aus dem Spiel heraus treffen wollen, so seien Standards natürlich immer eine Waffe, um die Partien in die richtige Bahn zu lenken. Des Weiteren hat die Bedeutung des ruhenden Balls immer mehr zugenommen. „Vernünftig stehen und gut gegen den Ball arbeiten, können eben viele Mannschaften. Das ist einfach eine Grundtugend. Da ist dann letztlich der Standard eine gute Alternative, wenn man aus dem Spiel heraus nicht trifft“, erklärt Ronny Garbucheswki.

Der Kicker hat dabei auch so seine kleinen Marotten, wie er mit dem Leder umgeht: „Eigentlich ist das unterschiedlich. Manchmal schaue ich schon, wo eine Naht ist oder wo der Ball den Luftdruck bekommt. Das hat in den vergangenen Wochen nicht so funktioniert, da habe ich mir überlegt, dass ich mir einfach nur eine vernünftige Stelle suche, wo ich ihn hinlege“, so der gebürtige Sachse (Grimma).

Schlitzohrig versucht der Routinier auch immer ein paar Meter herauszuholen, wenn er sich den Ball hinlegt. „Da kann man manchmal schon ein gutes Stück nach vorne kommen“, so Garbuschewski, der in Strafraumnähe jedoch vom Spray der Schiedsrichter aufgehalten wird: „Dort ist es natürlich ein bisschen heikler, aber das Spray stört mich nicht. Es ist halt da und nach zehn Sekunden auch wieder weg. Das hat keinen Einfluss.“

Apropos Einfluss: In den vergangenen Partien lief der Mittelfeldmann anstatt außen in der Zentrale auf, war so deutlich mehr am Geschehen beteilig – sozusagen der Denker und Lenker im Spiel der Hanseaten. „Ich fühle mich dort absolut wohl und verstehe mich super mit den Jungs, die neben mir spielen, ob außen oder im Zentrum. Zudem haben wir aktuell eine relativ gute Ordnung. Es passt und macht auf jeden Fall auch Spaß“, so Garbuschewski, der ein längeres Intermezzo beim FC Hansa plant: „Der Klassenerhalt ist für fast alle die oberste Prämisse, was die Verträge angeht und dann habe ich eine Option im Vertrag, dass er sich nach einer gewissen Anzahl von Spielen verlängert.“

Bei elf möglichen Partien stand der Winterpausen-Neuzugang im Übrigen elfmal in der Start-Elf: „Es sieht ganz gut aus…“


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