FC Hansa Rostock : Stadt und Verein arbeiten gemeinsam am Image

Das Image des Vereins und das Ansehen der Stadt beeinflussen sich, wissen Thomas Abrokat, OB Roland Methling und Hansa-Vorstandsmitglied Rainer Friedrich (v. l.).
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Das Image des Vereins und das Ansehen der Stadt beeinflussen sich, wissen Thomas Abrokat, OB Roland Methling und Hansa-Vorstandsmitglied Rainer Friedrich (v. l.).

Angebotskatalog mit neun Säulen soll Jugendarbeit und Prävention abdecken

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05. März 2014, 23:27 Uhr

Vor gut einem Jahr haben der FC Hansa Rostock und die Hansestadt eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Und diese trägt bereits Früchte. Gestern haben Vertreter aller Beteiligten gemeinsam eine erste Bilanz gezogen. Dabei geht es in erster Linie um gemeinsame Projekte in den Bereichen Kinder- und Jugendarbeit, Förderung der Toleranz, Imageförderung und die Bekämpfung von Fan-Ausschreitungen sowie Rechtsextremismus. „Es ist schön zu sehen, dass die Arbeit der unterschiedlichen Gremien so schnell mit Leben gefüllt wird“, sagt Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos). Denn wie Hansas Aufsichtsratsvorsitzender, Thomas Abrokat, betont: „Die entwickelten Angebote sind nicht nur theoretischer Natur, sondern werden in der Praxis bereits gelebt.“

Maßgeblich dafür verantwortlich ist Hansas Fanbeauftragter Christian Falkenberg. Zusammen mit einem hauptamtlichen Kollegen, der ihn seit November unterstützt, setzt Falkenberg einen Angebotskatalog um, der neun Säulen umfasst. Das Gros der Projekte richtet sich an Kinder und Jugendliche vom Grundschulalter bis hin zu den weiterführenden Schulen und Förderschulen. So werden neben rein sportlichen Angeboten auch Themen wie Konfliktbewältigung, gesunde Ernährung und Fairplay in den Fokus gerückt. „Von Zeit zu Zeit begleiten mich dabei Spieler aus dem Lizenzkader. Ihre Bekanntheit hilft natürlich, die Inhalte zu vermitteln“, sagt Falkenberg. Bislang gibt es vier Partnerschulen, ab Herbst sollen es zehn sein – davon sieben in Rostock, drei im Umland. Natürlich ist es langfristig das Ziel, die Arbeit noch auszuweiten. Das müsse aber auch leistbar sein, betont Abrokat. Denn neben einer einmaligen Förderung in Höhe von 12 000 Euro durch die Bundesliga-Stiftung erhält der Verein keine finanzielle Unterstützung für diese Fan-Arbeit.

Die Hansestadt stellt vor allem Know-how zur Verfügung. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus der Stadtverwaltung und des FC Hansa tauscht sich regelmäßig zu möglichen Aktivitäten aus. Neben der Jugendarbeit gibt es auch Projekte zur Resozialisierung von Straftätern und in der Betreuung von Stadionverbotlern.


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