Fußball : Sieg geht an den Rövershäger Detlef Gollek

„Danke Schiri!“: Dieter Möller, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes Warnow (rechts), ist mächtig stolz auf „seine“ Unparteiischen, hier Detlef Gollek (Sieger Ü 50), Robert Kuligowski (nominiert U 50) und Patrizia Aylin Schütz, die sich in der Frauen-Kategorie durchsetzte.
„Danke Schiri!“: Dieter Möller, Vorsitzender des Kreisfußballverbandes Warnow (rechts), ist mächtig stolz auf „seine“ Unparteiischen, hier Detlef Gollek (Sieger Ü 50), Robert Kuligowski (nominiert U 50) und Patrizia Aylin Schütz, die sich in der Frauen-Kategorie durchsetzte.

Im Rahmen der Initiative „Danke Schiri“ wurden am Donnerstag im Hotel Sportforum 14 Unparteiische aus MV ausgezeichnet.

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28. Februar 2019, 19:53 Uhr

Rostock | „Wir haben Top-Leute und lassen sie bis 70 pfeifen – zur Not“, gab Torsten Koop vom Schiedsrichter-Ausschuss Mecklenburg-Vorpommern bei der Veranstaltung „Danke Schiri“ den Anwesenden mit auf den Weg. Das passt, denn Detlef Gollek ist seit 32 Jahren an der Pfeife und beim SV 47 Rövershagen aktiv. Eigentlich wollte Gollek sein Schiedsrichter-Amt an den Nagel hängen, weil sein Enkel nun dem runden Leder nachjagt, aber nach der Auszeichnung in der Kategorie Schiedsrichter Ü 50 will es sich der Rövershäger noch mal überlegen. Die Krönung der Ehrung: Gollek & Co. werden noch in dieser Saison Gäste der Bundesliga-Partie Eintracht Frankfurt gegen Mainz 05 sein.

Noch nicht ganz so lange im Schiri-Geschäft und das erste Mal bei der Auszeichnungsrunde dabei ist Robert Kuligowski. Der 27-Jährige ist seit drei Jahren in der Verbandsliga am Start. „Meine Schiedsrichter-Prüfung habe ich an meinem Geburtstag erfolgreich bestanden“, strahlt der Warnemünder. Sein erstes geleitetes Spiel war eine D-Jugend-Partie. „Das war ein ruhiges Spiel für mich“, verrät Kuligowski. Dass es auch anders sein kann, beweist ein Vergleich zwischen Mulsow und Dummerstorf. „Da ist ein Spieler auf dem Feld verstorben. Wir drei Schiedsrichter konnten nichts tun“, blickt der 27-Jährige auf das traurige Erlebnis zurück. Seit 2013 ist der junge Referee auch Schiedsrichter-Obmann beim SV Warnemünde. Das bedeutet: Er betreut Männer und Frauen und will weitere an der Pfeife gewinnen. „Solange das Kribbeln noch da ist und ich mit Lust bei der Tätigkeit dabei bin, bleibe ich Schiedsrichter“, verkündet Kuligowski. Am Freitag hat er als Assistent in der Verbandsliga bei der Partie TSV 1860 Stralsund gegen Güstrower SC 09 einen Einsatz. „Die Stralsunder spielen auf Konter, da muss ich auf die langen Bälle achtgeben und darf mich nicht überraschen lassen“, erläutert der Jung-Schiri.

Das ist die Initiative „Danke Schiri“

Zum insgesamt fünften Mal richten der Deutsche Fußball-Bund und der Landesfußballverband MV ein Dankeschön an die Unparteiischen im Land. Am Donnerstag hieß es im Rostocker Hotel Sportforum wieder „Danke Schiri“. Hierzu wurden die von den sechs MV-Kreisverbänden nominierten insgesamt 14 Referees in den drei Kategorien eingeladen und entsprechend ausgezeichnet. Die Einzelsieger dürfen sich im Frühling auf ein weiteres Highlight freuen. Dann werden sie zusammen mit den 60 weiteren Preisträgern aus den restlichen 20 DFB-Landesverbänden zu einer bundesweiten Ehrungsveranstaltung eingeladen.

Mit der Aktion „Danke Schiri“ soll das Engagement der mehr als 75 000 Schiedsrichter im deutschen Amateurfußball eine angemessene Wertschätzung erhalten. Ehrungskriterien sind weniger die sportliche Leistung, sondern beispielsweise die Unterstützung bei der Schiedsrichter-Werbung oder die Mitarbeit bei Lehrgängen. Auch das soziale Engagement wird berücksichtigt. „Danke Schiri“ richtet sich an alle Schiedsrichter, die im Männer-Bereich unterhalb der 3. Liga, bei den Frauen unterhalb der Bundesliga pfeifen.

Die Einzelsieger

Kategorie „Schiedsrichterinnen“: Patrizia Aylin Schütz (FSV Krakow am See)

Kategorie „Schiedsrichter U 50“: Marko Henschel (PSV Ribnitz-Damgarten)

Geehrt wurde hier u. a. auch Robert Kuligowski vom SV Warnemünde

Kategorie „Schiedsrichter Ü 50“: Detlef Gollek (SV 47 Rövershagen)

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