zur Navigation springen

Drachenboot : Sieben Rostocker fahren zur EM

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Drachenboot-Sportler kämpfen ab Donnerstag bei den Europameisterschaften in Rom um Titel und Medaillen. Deutschland stets Mitfavorit.

Mit Edelmetall und möglichst sogar Titeln wollen sieben Rostocker Drachenboot-Sportler von den heute mit den Wettkämpfen in Rom beginnenden Europameisterschaften zurückkehren. „Wenn Deutschland bei einer EM an den Start geht, dann sind wir immer Mitfavorit. Vor zwei Jahren im tschechischen Racice haben wir achtmal Gold geholt“, sagt Klemens Schiffner. Der 27-Jährige, der an der Uni Rostock Verkehr und Logistik studiert, ist seit einem Jahr Regionalleiter Nord des Deutschen Drachenbootverbands und sitzt zudem noch selbst im Boot. „Ich habe in Neubrandenburg erst mit dem Kanu begonnen. Nach fünf Jahren bin ich dann aber beim Drachenboot gelandet. Zuerst in Neubrandenburg und seit 2009 in Rostock“, beschreibt Schiffner seinen Werdegang.

Um ins Drachenboot-Nationalteam zu kommen, genügt zunächst eine Bewerbung beim Verband. „Danach muss man allerdings einige Leistungstests absolvieren. Anhand der Ergebnisse wird eine Rangliste erstellt“, so der Wahl-Rostocker. 500 Meter mit einem Outrigger (Ausleger-Kanu), um die Paddelstärke zu messen, ein Fünf-Kilometer-Lauf, ein Kraft-Athletik-Kreis sowie diverse Kraftübungen wie zum Beispiel Bankdrücken sind von den Kandidaten der Nationalmannschaft zu absolvieren.

Am Sonntag ging es mit den Rostocker Teamkollegen – Kira Liebau und Stefanie Höfer (beide SV Breitling) sowie Gabriele Karsten, Laura Tamms, Friederike Lange und Florian Glamann (alle wie Schiffner von den Kanufreunden Rostocker Greif) – auf den Weg nach München zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung. Am Mittwoch ging es weiter nach Rom, wo „ab Donnerstag die ersten Wettkämpfe anstehen“, so Schiffner, der wie seine Mitstreiter alle Kosten aus der eigenen Tasche bezahlen muss: „Es ist eben eine Randsportart und der Verband verfügt nicht über die finanziellen Mittel.“

Während der Saison werde nahezu täglich trainiert und „bis zu viermal geht es dabei aufs Wasser. Ansonsten machen wir auch noch viel im Kraftraum. Da jedoch vor allem im Winter“, sagt Klemens Schiffner. Immerhin ist eine Menge Power gefragt, um das mit 20 Paddlern, einem Trommler und einem Steuermann rund zwei Tonnen schwere Boot, in der Startphase auf bis zu 17 km/h zu beschleunigen: „Im weiteren Rennverlauf sind es dann so zwischen 13 und 14 km/h. Im Sprint ist es natürlich etwas höher als über 2000 Meter. Dafür absolvieren wir zum Beispiel die 200 Meter an einem Tag. Das ist bei möglichen vier Rennen ganz schön anstrengend.“

Ab heute wird sich zeigen, ob sich die Anstrengungen gelohnt haben, wenn es in Rom um Titel und Medaillen geht. Das Ziel ist jedenfalls klar. „Wir wollen in jedem Fall auf das Podest und wenn möglich natürlich ganz nach oben“, so Klemens Schiffner.


zur Startseite

von
erstellt am 28.Jul.2016 | 12:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen