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Ringen : Sie erheben Anspruch auf Edelmetall

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Zehn Veteranen vom PSV Rostock beziehungsweise SV Warnemünde haben sich für die German Masters im bayerischen Freising viel vorgenommen

svz.de von
erstellt am 25.Mai.2014 | 17:51 Uhr

Bis auf die beruflich verhinderten Ralf Lenz und Dirk Stastny sind sie alle am Freitagabend zum Training im Warnemünder Haus des Sportes erschienen: die hiesigen Teilnehmer an den German Masters für Ringer ab 35 Jahre. Zehn Ostseestädter reisen am Donnerstag nach Bayern zu diesen Deutschen Meisterschaften, die die SpVgg Freising 1912 ausrichtet. Und fast alle erheben sie Anspruch auf Edelmetall. Die überwiegend voll im Berufsleben stehenden Familienväter nehmen dafür einiges an Belastungen in Kauf. So auch Stefan Pentschew. „Mir fällt es schwer, das notwendige Trainingspensum aufrecht zu erhalten“, räumt der 41-Jährige ein. Was wunder, hat er doch als Bauingenieur bei der Baltic Taucherei- und Bergungsbetrieb Rostock GmbH nicht eben wenig zu tun, und seine turnenden Töchter Merle (8) und Rike (6) wollen schließlich auch noch etwas von ihrem Papa haben.

Gleichwohl würde Pentschew genau wie zum Beispiel Siegfried Jozlowski und Martin Buhz auch gern die Weltmeisterschaften im August in Belgrad bestreiten, „aber das mache ich davon abhängig, wie es bei den German Masters läuft“.

Dachdeckermeister Thorsten Wietzke stößt ins gleiche Horn: „Wenn ich wieder den Deutschen Meister mache, ziehe ich das in Erwägung.“

Der 52-Jährige ist in Freising ebenso Titelverteidiger wie Siegfried Jozlowski, Dirk Stastny und Jörg Dammann. Letzterer versichert, topfit in Form zu sein, „aber es wird schwer, denn meine jetzige Altersklasse (der Geschäftsführer der Hanse Bad- & Wellnesstechnik GmbH „stieg auf“ von der Kategorie 46 bis 50 Jahre in die 51 bis 56 – d. Red.) ist stärker besetzt. Aber eine Medaille möchte ich auf jeden Fall.“

Martin Buhz – mit 36 das „Talent“ unter den Oldies, als Einziger nicht verheiratet und noch ohne Kind, gleichwohl als Brandmeister bei der Feuerwehr beruflich ebenso ausgelastet wie die anderen – will nach einem Jahr Unterbrechung „meine Medaillen von 2012 wiederholen bzw. verbessern (damals bis 69 kg Freistil Gold, Griechisch-Römisch Bronze – d. Red.)“. „Buhzer“ schiebt noch ein Lob an seine Kameraden hinterher: „Wenn sie das machen, was sie im Training zeigen, wird es schwer sein, sie zu besiegen.“

Allemal trifft diese Einschätzung auf den sechsfachen Veteranen-Weltmeister Siegfried „Scholle“ Jozlowski (64) zu, der sich bei der WM 2013 in Sarajevo den linken Arm ausgekugelt hatte. „Jetzt geht es wieder einigermaßen. Irgendwas ist immer…“, zögert der Rentner ein wenig – und dann spricht er es doch aus: „Wenn auch die Kategorie ab 56 Jahre nach oben offen ist, was bedeutet, ich werde immer älter und der Altersabstand zu den nachrückenden Gegnern immer größer – na klar strebe ich Platz eins an!“

DIE TEILNEHMER

Ralf Lenz (53 Jahre, PSV Rostock, 130 kg Freistil und Griechisch-Römisch)

Jörg Dammann (51, PSV, 97 kg F)

Siegfried Jozlowski (64, SV Warnemünde, 85 kg F)

Martin Buhz (36, PSV, 76 kg F und GR)

Jens Fütterer (48, SVW, 76 kg F und GR)

Axel Holst (44, SVW, 76 kg F)

Dirk Stastny (45, SVW, 76 kg F)

Thorsten Wietzke (52, SVW, 76 kg F)

Stefan Pentschew (41, SVW, 69 kg F und GR)

Axel Bening (SVW) reist ebenfalls mit nach Freising.

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