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Handball : Sensationelle Aufholjagd des HC Empor

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Nach 11:18-Rückstand (38.) noch 26:24-Sieg über den TV 1893 Neuhausen

svz.de von
erstellt am 21.Sep.2014 | 21:46 Uhr

Schlussminute in der Handball-Zweitliga-Partie zwischen dem HC Empor und TV 1893 Neuhausen. Beim Stand von 25:24 für die Männer von der Warnow heben die Unparteiischen Holm/Brauer die Hand, zeigen Zeitspiel an. Droht der wahrlich mühsam erkämpfte Vorsprung bei Unterzahl der Hansestädter – Tom Wetzel saß auf der „Strafbank“ – noch zu kippen? Nein! Vyron Papadopoulos läuft ein, steigt hoch und versenkt 16 Sekunden vor dem Ende zum 26:24-Sieg des HCE.

1300 Zuschauer klatschen, zählen die Sekunden herunter, Abpfiff, ein Jubelmeer in der Stadthalle. Die Spieler bilden ein Knäuel, tanzen Ringelreihen. Kapitän und Spielertrainer Jens Dethloff bekommt feuchte Augen, muss Autogramme geben.

Roman Becvar schätzte ein: „Eigentlich waren wir beim 15:21 in der 44. Minute schon weg vom Fenster. Mit der Umstellung vom 6:0- auf einen 4:2-Riegel wurden wir endlich aggressiver, schafften mit Zuschauerunterstützung noch die Wende.“

Auch Florian Zemlin, der in der entscheidenden Phase Verantwortung übernahm und drei Treffer beisteuerte, blieb auf dem Teppich: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir noch viel an uns arbeiten und Reserven erschließen müssen. Als wir Morgenluft witterten, haben wir zugeschlagen.“ Das bekräftigte der 13 Sekunden vor dem Abpfiff seine dritte Zeitstrafe kassierende Norman Flödl: „Einfach eine sensationelle Aufholjagd in der Schlussviertelstunde. Da griff ein Rädchen in das andere. Jeder ackerte.“

Das musste auch sein, denn durch eine zu defensive Einstellung, individuelle Schwächen in der Abwehr, eine Reihe von Fehlwürfen sowie technische Fehler kam Empor nach dem 8:7 (18.) von der Spur ab, vertendelte auch die Anfangsphase der zweiten Halbzeit bis zum 11:18 (38.). Keiner glaubte noch an einen Sieg. Doch dann packte „Jenner“ Dethloff die 4:2-Variante aus... Der erste Sieg in der Stadthalle seit dem 13. Oktober 2013 (32:29 über Leipzig) war perfekt.

Torwart Jan Kominek brachte sein Team mit einer entscheidenden Parade in der Schlussphase auf die Siegerstraße. Dabei zog er sich leider eine schwere Verletzung zu. Die genaue Dignose und was Interimstrainer Jens Dethloff zum Spiel zu sagen hatte, lesen Sie in der Montag-Ausgabe der NNN.

Rostock: Malitz, Kominek – Gruszka 5, Hruscak 4, Becvar 1, Wetzel 5/2, Papadopoulos , Flödl 2, Mladenovic 1, Zemlin 3, Sadewasser, Dethloff (nicht eingesetzt), Zboril, Hövels


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