Rudern : Sehr stolz auf den vierten Platz

„Jetzt gilt weiter das Motto ,Attacke im A-Bereich‘“: Die 22-jährige Julia Leiding vom Rostocker Ruder-Club ist gerade von der U 23 zu den A-Frauen aufgerückt und blies mit ihrem sehr guten vierten Platz bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften gestern in Krefeld gleich mal zum Angriff.
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„Jetzt gilt weiter das Motto ,Attacke im A-Bereich‘“: Die 22-jährige Julia Leiding vom Rostocker Ruder-Club ist gerade von der U 23 zu den A-Frauen aufgerückt und blies mit ihrem sehr guten vierten Platz bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften gestern in Krefeld gleich mal zum Angriff.

Im Halbfinale der Deutschen Meisterschaften im Kleinboot ließ Julia Leiding sogar eine Olympiasiegerin hinter sich

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26. April 2017, 14:59 Uhr

Die Hoffnung von René Burmeister (Trainer Olympiastützpunkt Mecklenburg-Vorpommern), dass seine sechs Spitzenruderer bei den Deutschen Kleinboot-Meisterschaften am Wochenende in Krefeld unter die ersten Acht kommen, ging für fünf von ihnen in Erfüllung.

Abgesehen von Malte Daberkow (Olympischer Ruder-Club Rostock), der mit Björn Birkner (RC Rheinfelden 1921) einen Zweier bildete, erreichten alle anderen am Sonnabend das A-Finale der besten Sechs. Daberkow/Birkner verpassten als Vierte des ersten Halbfinals hinter der neu zusammengestellten Kombination Hannes Ocik (Schweriner Rudergesellschaft 1874/75) und Jakob Schneider (RK am Baldeneysee Essen) den A-Endlauf. Gestern im B-Finale büßten sie an Maltes 23. Geburtstag praktisch auf der Ziellinie Rang drei noch ein, wurden so Gesamtzehnte. Ocik/Schneider belegten Platz sechs im A-Finale. „Dass Hannes mit neuem Partner überhaupt da hinkommt, ist sehr gut. Die beiden trainieren erst seit anderthalb Wochen zusammen. Maltes Leistung war in Ordnung, ist aber ausbaufähig. Er muss lernen, mit dem Druck umzugehen“, so Burmeister. Der frühere Rostocker Felix Drahotta (RTHC Bayer Leverkusen) holte mit Anton Braun (Berliner RC) Bronze.

Im weiblichen Riemen-Bereich wurden Frauke Hacker (ORC) und Leah Labudde (Greifswalder RC Hilda 1892) Sechste. „Sie waren das ganze Wochenende nicht richtig in Tritt, sind vom Ruderischen nicht vorwärts gekommen. Woran genau das lag, muss man analysieren“, urteilte ihr Heim-Trainer.

Was für ein Auftritt hingegen von Carolin Dold aus Greifswald mit der Ex-Rostockerin Laura Prieß (Hamburg): Auf dem Elfrather See lieferten sie Julia Barz (Kettwig) und Sophie Oksche (Ingolstadt) einen erbitterten Kampf um Bronze. Letztlich waren sie eine Hundertstelsekunde „zu langsam“, und das auf einer Strecke von 2000 Metern. „Unfassbar“, musste auch Burmeister diesen Rennausgang erst mal verdauen, sah es dann aber positiv, sprach von „einem weinenden und einem lachenden Auge“ sowie einem „gefühlten dritten Platz“.

Abschließend trat bei den Skull-Frauen Julia Leiding (Rostocker Ruder-Club von 1885) in Aktion. Sie hatte am Sonnabend ihr Halbfinale gewonnen und dabei Doppelvierer-Olympiasiegerin Annekatrin Thiele vom SC DHfK Leipzig hinter sich gelassen. Im A-Endlauf wurde sie Vierte. Unter den drei Einer-Ruderinnen, die vor ihr im Ziel ankamen, befand sich neben Thiele (2.) mit der siegreichen Lokalmatadorin Lisa Schmidla (Crefelder Ruder-Club 1883) eine weitere Olympiasiegerin von Rio. „Es fehlt ihr ein bisschen Erfahrung, um im Finale noch mal zehn Prozent draufzupacken, aber insgesamt gesehen gefiel mir Julia sehr, sehr gut“, sagte René Burmeister. Auch die Gelobte selbst freute sich: „Das Halbfinale war ganz stark und hat mich noch mal richtig gepusht. Mir gelang ein guter Start, und über die Strecke konnte ich Kontakt zu den Medaillenrängen halten. Nach einem starken Finish blieb nur ein vierter Platz, auf den ich trotzdem sehr stolz bin.“


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