Playoff-Viertelfinale : Seawolves beißen sich ins Halbfinale

Mit dem entscheidenden Block gegen Cardell McFarland verhinderte der Rostocker Jarrell Crayton den Ausgleich für die Gäste. Danach machten die Seawolves alles klar.
Mit dem entscheidenden Block gegen Cardell McFarland verhinderte der Rostocker Jarrell Crayton den Ausgleich für die Gäste. Danach machten die Seawolves alles klar.

Rostocker Basketballer schlagen Hanau vor der Rekordkulisse von 939 Zuschauern in der Ospa-Arena mit 88:82

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07. April 2015, 22:32 Uhr

Die Rostock Seawolves sorgen in der 2. Basketball-Bundesliga ProB weiter für Furore: Durch das 88:82 (24:24, 22:22, 19:11, 23:25) gestern Abend vor der Rekordkulisse von 939 Fans in der ausverkauften Ospa-Arena im Entscheidungsspiel gegen die Hebeisen White Wings aus Hanau zogen sie ins Halbfinale ein.

Die ersten Duelle der Viertelfinal-Play-offs „Best of three“ hatten jeweils mit Auswärtssiegen geendet (74:78, 75:70). Die Ostseestädter treffen nun ab Sonnabend (19.30 Uhr Ospa-Arena) auf die Baskets Akademie Weser-Ems/Oldenburger TB.

Von Beginn an entwickelte sich ein hochklassiges Duell. Die ersten anderthalb Viertel standen dabei zunächst im Zeichen des Hanauers Cardell McFarland, der vor dem Wechsel 23 seiner 30 Punkte erzielte. Erst als Yannick Anzuluni den US-Amerikaner verteidigte, bekamen ihn die Hausherren besser in den Griff. Zwischenzeitlich führten die Gäste mehrfach mit fünf Zählern (35:30, 42:37). Doch die Seawolves ließen sich nicht abschütteln, hatten vor allem in David Markert einen treffsicheren Schützen. Der Guard erzielte zwischenzeitlich zehn Punkte in Folge für die Rostocker. Den Ausgleich zum 46:46 besorgte zehn Sekunden vor der Pause Anzuluni per Korbleger.

In der zweiten Hälfte legten die Seewölfe in der Verteidigung eine Schippe drauf. Die White Wings kamen erst nach viereinhalb Minuten zu ihren ersten Zählern in Abschnitt zwei. Allerdings holten sie sich mit zwei Dreiern die Führung zurück – 52:51 (26.). Anschließend riss Anzuluni das Ruder an sich. Elf Punkte gelangen ihm im dritten Viertel – 65:57.

Im letzten Durchgang glich die rappelvolle Wolfshöhle einem Tollhaus. Hanau wehrte sich nach Kräften, kam bis auf 68:69 (34.) heran und hatte beim 74:72 für Rostock sogar die Chance zum Ausgleich. Doch durch tolle Abwehrarbeit – einmal lief die Angriffszeit ab, ein weiteres Mal blockte Jarrell Crayton den Hanauer McFarland – blieben die Hansestädter vorne. Offensiv machten Anzuluni und Sven Hellmann alles klar.

Trainer Sebastian Wild: Für uns kam es darauf an, die Physis, die Hanau in die Waagschale wirft, anzunehmen und proaktiv zu agieren. In der zweiten Halbzeit gaben die Blocks, die wir reihenweise verbuchten, den Ausschlag. Zwischen Minute 33 und 38 wackelten wir ein bisschen, fanden aber schnell unsere Sicherheit wieder.

Kapitän Jens Hakanowitz: Eine Riesenpartie, unglaublich! Es war das erwartet harte Spiel. Es hat Spaß gemacht vor solch
einer tollen Kulisse. Jetzt gehören wir zu den besten Vier, darauf können wir alle stolz sein. Ein, zwei Bier wird es heute Abend sicherlich geben.

Seawolves: Vogt 9, Hellmann 15, Anzuluni 31, Crayton 11, Lopez Dittert 5, Markert 10, Slavchev 2, Hakanowitz 5, Lange, Owczarek, Boghöfer (nicht eingesetzt), Mokrys (n. e.)

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