3. Fussball-Liga : Schünemann spürt das Vertrauen

Keine Angst vor großen Namen: Hier lässt Hansas Sascha Schünemann (Mitte) den Schalker Kapitän Roman Neustädter aussteigen. „Ich bin sehr ballsicher, habe eine gute Spielübersicht, orientiere mich immer direkt nach vorne und probiere den ersten Pass in die Tiefe zu suchen“, würde sich „Schüne“ charakterisieren.
Keine Angst vor großen Namen: Hier lässt Hansas Sascha Schünemann (Mitte) den Schalker Kapitän Roman Neustädter aussteigen. „Ich bin sehr ballsicher, habe eine gute Spielübersicht, orientiere mich immer direkt nach vorne und probiere den ersten Pass in die Tiefe zu suchen“, würde sich „Schüne“ charakterisieren.

Der Mittelfeldmann hofft im zweiten Jahr in Rostock auf seinen Durchbruch / Trainer Peter Vollmann setzt auf den 22-jährigen Strategen

svz.de von
31. Juli 2014, 03:17 Uhr

Sascha Schünemann ist bislang einer der großen Gewinner der Vorbereitung beim Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock. Der 22-Jährige bestätigte mit einer starken Leistung zum Saisonauftakt in Münster (4:3), dass sich Coach Peter Vollmann zurecht für den Strategen auf der „Sechs“ im defensiven Mittelfeld entschieden hat. „Wir haben super Jungs im Mittelfeld und jeder möchte spielen. Aber Konkurrenz hin oder her – natürlich habe auch ich dieses Ziel. In der Vorbereitung habe ich richtig Gas gegeben, mich angeboten und gezeigt, was ich kann. Das werde ich auch weiterhin tun, schließlich will ich meinen Platz verteidigen“, so der gebürtige Berliner.


Im ersten Jahr mit Anlaufproblemen


Bereits im Sommer 2013 wechselte Schünemann von Hannover 96 an die Ostseeküste, der Durchbruch blieb ihm allerdings bislang verwehrt. Dieser soll nun in dieser Saison folgen. „In Hannover hatte ich zwar bei den Profis trainiert, doch in der Regionalliga gespielt. Da ist dann die 3. Liga noch einmal ein Sprung. Vielleicht habe ich ein bisschen Anlaufzeit gebraucht. In dieser Saison möchte ich in jedem Fall mehr Einsätze bekommen als im vergangenen Jahr. Ich habe angedeutet, was ich draufhabe. Wir wollen guten Fußball zeigen, geile Heimspiele abliefern und natürlich viele Punkte holen“, so der Kicker, dem seine Position in der Zentrale im Grunde egal ist: „Die Hauptsache ist, dass ich im Mittelfeld spiele. Agiert man offensiver, hat man natürlich mehr Drang nach vorne. Aber wenn ich wie am Wochenende in Münster alleine auf der ,Sechs’ spiele, dann ist es wichtig, dass man die Räume schließt und das Zentrum hält. Mir macht alles Spaß“, erklärt Sascha Schünemann.

Das Wichtigste sei momentan, dass er die Rückendeckung des Trainers spürt. „Ein junger Spieler braucht das. Denn dass wir Fehler machen ist menschlich. Dann ist es gut, jemanden zu haben, der hinter uns steht und an unsere Fähigkeiten glaubt. Das haben wir jetzt. Der Trainer vertraut mir, weiß was ich kann, will mich aber auch immer besser machen. Es sagt ganz klar, dass ich noch nicht bei 100 Prozent bin und in mir noch mehr Potenzial schlummert. Ich versuche das Vertrauen mit Leistung zu rechtfertigen und probiere im Training sowie im Spiel 100 Prozent zu geben. Ich will einfach das umsetzen, was der Trainer von uns verlangt: Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und Passspiel. Dann wird man auch belohnt“, sagt der Mittelfeldmann.

Das 4:3 zum Auftakt in Münster soll erst der Anfang gewesen sein. „Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen. Als wir 3:0 führten sowie dann plötzlich die zwei schnellen Gegentreffer zum 4:3 bekamen, dachte ich mir: Was geht denn hier ab? Am Ende war es wichtig, dass wir drei Punkte geholt haben“, so Schünemann, der deswegen nicht in Euphorie verfällt: „Meine Güte, wir haben ein Spiel gewonnen und noch 37 Partien vor uns. Es ist ein weiter Weg. Wir gucken erstmal nur auf Erfurt und freuen uns auf unser erstes Heimspiel.“

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