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FC Hansa : „Schüne“ blüht unter Lottner auf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Mittelfeldtalent fasst unter neuem Trainer wieder Selbstvertrauen

Wenn es bislang einen Gewinner unter dem neuen Hansa-Trainer Dirk Lottner gibt, dann heißt dieser Sascha Schünemann. Der defensive Mittelfeldspieler kam beim 1:0-Sieg bei Wacker Burghausen nach elf Drittliga-Partien erstmals wieder von Beginn an zum Einsatz. „Mich freut es, dass ich am vergangenen Wochenende die Chance bekommen habe, und hoffe, dass es gegen RB Leipzig wieder so ist“, sagt der gebürtige Berliner, der zu Beginn der Saison von den Amateuren von Hannover 96 nach Rostock gewechselt war.

Seitdem fasste der 22-Jährige an der Ostsee nie richtig Fuß. Zwar erhielt er unter Coach Andreas Bergmann immer mal wieder die Chance, sein Können zu beweisen, wartete aber zuletzt wie das gesamte Team mit schwankenden Leistungen auf. Nach der (unberechtigten) roten Karte, die er Anfang Februar gegen den VfL Osnabrück erhielt, drückte der Youngster meist nur die Bank und musste sich in Hansas Oberliga-Truppe seine Meriten verdienen. Negativer Höhepunkt war sein Auftritt im Landespokal-Halbfinale gegen den 1. FC Neubrandenburg (1:2), als er wie all seine Mitspieler kläglich versagte.

Diese Leidenszeit scheint vorerst vorbei. Seit dem Wechsel auf der Trainerbank tritt Schünemann befreiter auf. „Ich fühle mich wieder sehr wohl, habe richtig Spaß am Fußball“, sagt das Talent, das die Jugendschule von Hertha BSC durchlief.

Der Grund liegt auf der Hand: Lottner setzt bislang auf junge Spieler wie Krauße, Ioannidis und Christiansen und lässt Routiniers wie Pekovic auf der Bank schmoren. „Das liegt nicht nur am Trainer, sondern auch an seinen Assistenten Robert Roelofsen und Uwe Ehlers, die sich schon über einen längeren Zeitraum einen Eindruck verschaffen. Bei ihnen zählt die Leistung, nicht das Alter“, sagt Schünemann, der einen neuen Teamgeist ausgemacht haben will. „Alle ziehen wieder voll mit. Wir haben eine andere Körpersprache auf dem Platz, treten viel lockerer auf und haben ein Lachen auf den Lippen.“

Ob dieser neue Spirit ausreicht, um gegen RB Leipzig zu punkten, wird sich zeigen. Fakt ist, dass Hansa jetzt, da der Klassenerhalt geschafft ist, seinen Fans etwas schuldig ist. „Es wird wirklich Zeit, dass wir den ersten Heimsieg in diesem Jahr einfahren“, findet auch Schünemann und fügt selbstbewusst an: „Wir wollen Leipzig den Aufstieg vermiesen.“

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