Ringen : „Scholle“ Jozlowski sagt: Sechsmal Gold ist machbar

Teamchef Siegfried Jozlowski mit drei der neun Rostocker Teilnehmer an den German Masters. Stehend v. l.: Dirk Stastny, Stefan Pentschew, Jens Fütterer (alle SV Warnemünde).
Teamchef Siegfried Jozlowski mit drei der neun Rostocker Teilnehmer an den German Masters. Stehend v. l.: Dirk Stastny, Stefan Pentschew, Jens Fütterer (alle SV Warnemünde).

Neun Ü35-Kämpfer vom SV Warnemünde und PSV Rostock fahren mit großen Ambitionen zu den German Masters nach Gelenau im Erzgebirge

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30. Mai 2018, 10:25 Uhr

Wenn die jung gebliebenen Ringer-Haudegen aus Rostock und Warnemünde am Freitag und Sonnabend bei den German Masters antreten, den Deutschen Meisterschaften für die über 35-Jährigen, wird ihnen eine ihrer verlässlichsten Stützen fehlen: Thorsten Wietzke, im vorigen Jahr Sieger sowohl im Freistil als auch Griechisch-Römisch, bekommt demnächst eine künstliche Hüfte. „Wir wünschen ihm schon jetzt gute Besserung und hoffen, dass er irgendwann wiederkommt. Im Moment ist bei ihm an Ringen allerdings nicht zu denken“, so sein Vereinskamerad vom SVW Stefan Pentschew.

Teamchef Siegfried Jozlowski formuliert gleichwohl ein ehrgeiziges Ziel: „Sechsmal Gold ist machbar. Für Warnemünde sind zwei erste Plätze im Plan, von Rostock kommen noch mal vier dazu“, prognostiziert er und fügt hinzu: „Jeder unserer Teilnehmer kann eine Medaille holen.“

Der einst siebenfache Veteranen-Weltmeister erinnert sich natürlich, dass es auch Gelenau war, wo er 2015 seinen letzten Wettkampf bestritt. Heute, selbst wenn er es gesundheitlich noch könnte, dürfte „Scholle“ nicht mehr mitringen: Die früher offene Altersklasse E endet jetzt bei 60 Jahren.

So wie Wietzke hat auch der unverwüstliche Ralf Lenz 2017 beide Titel geholt. Um ihn anzufeuern reisen sogar extra zwei Fans mit, nämlich Sohn Sebastian und Enkel Theo. Da wird es wohl was werden mit seinen Goldmedaillen 21 und 22 in der 130-Kilogramm-Kategorie.

„Frei bekommen“ von Gattin Sabrina und Töchterchen Maxima (fast sechs Monate) hat für die German Masters Martin Buhz. Der Abteilungsleiter Ringen des PSV, der bis Ende vorigen Jahres noch für den RV Lübtheen in der Bundesliga rang, ist eigentlich ebenso Titelverteidiger. Er startet nun aber erstmals in der Altersklasse B (41 bis 45 Jahre). Dennoch will der junge Vater auch hier erneut nach Gold greifen.

Stefan Pentschew und Jens Fütterer, die beiden WM-Bronze-Gewinner, möchten gleichfalls erneut Medaillen holen. Allerdings haben sie auf Grund von Blessuren etwas Trainingsrückstand und sind sich deshalb darin einig: „Am wichtigsten ist, dass wir alle verletzungsfrei bleiben.“

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