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Hansa Rostock : Schönwetterflug in den Nieselregen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Bei Hansas erster Trainingseinheit in Spanien tröpfelt es sogar leicht

von
erstellt am 19.Jan.2015 | 06:11 Uhr

Planmäßig hat Fußball-Drittligist FC Hansa sein Quartier Las Lomas Village 4* im La Manga Club Resort bezogen. Der gestrige Tag der Anreise nach Spanien ins Winter-Trainingslager im Zeitraffer:

4.25 Uhr: Wer sein Auto draußen stehen hat, muss bei minus 1,5 Grad Eiskratzen. Na, besser als Verschlafen.

Punkt 5 Uhr: Der Reisebus zum Flughafen Tegel fährt planmäßig mit den Trainern Karsten Baumann, Uwe Ehlers und Stefan Karow, den Physiotherapeuten Frank Scheller und Tobias Hamann sowie 19 Spielern von der DKB-Arena ab.

7.39 Uhr: Bei mittlerweile plus fünf Grad Ankunft am Airport. Die „Berliner Fraktion“ Christian Stuff, Steven Ruprecht, Sascha Schünemann, Dennis Srbeny und Halil Savran stößt dazu, damit ist der 24-köpfige Kader komplett. Fehlt nur der Sportliche Leiter Uwe Klein, der sich mit dem offenen Transferfenster beschäftigt. Es ist geplant, dass er am Mittwoch hinterherkommt – wer weiß, vielleicht bringt er ja sogar noch jemanden mit?!

8 Uhr: Alle haben ihre Tickets. Denis-Danso Weidlich mit einem knallbunten Rucksack und Aleksandar Stevanovic mit einem edlen, über und über mit funkelnden Steinen besetzten Lederteil setzen in der vom Dresscode (schwarze Schuhe, blaue Jeans, weißes Hemd, schwarzes Sakko) bestimmten „Mode“ die Akzente.

8.15 Uhr: Sicherheitskontrolle. „Ich muss mit der Videokamera bestimmt wieder zum Sprengstofftest“, befürchtet Pressesprecher Lorenz Kubitz. Doch alle passieren unbeanstandet.

8.30 Uhr: Alles holt sich erst mal Frühstück oder wenigstens einen Kaffee. So auch Manni Starke. Für den Deutsch-Namibier sind die bevorstehenden drei Stunden ein Kurzstreckenflug. Als er vor einem Jahr zuletzt zu Hause war, befand er sich von Frankfurt/Main bis Windhoek knapp zehn Stunden in der Luft. Weniger entspannt A-Junior Lukas Scherff. Der ist noch nie geflogen, dazu die Höhenangst…

8.50 Uhr: Die Sonne scheint, als die Truppe über den Ausgang C 42 den kurzen Weg zu Fuß zur Maschine zurücklegt. Die Hansa-Delegation ist ganz hinten in dem Airbus A 320 untergebracht. Zwar erweisen sich zwei Plätze als doppelt vergeben, aber das regelt sich komplikationslos und bleibt der einzige Aufreger des Hinflugs.

Exakt 9.30 Uhr: Der rot-weiße Airberlin-Flieger hebt ab in den wolkenlosen Himmel über Berlin. Die Spieler machen es sich bequem. Viele haben Kopfhörer auf beziehungsweise in den Ohren oder greifen zu ihren iPads, schauen zum Beispiel Filme. Die Folgen von „Two and a half men“ scheinen besonders angesagt zu sein.

10 Uhr: Getränke und ein Snack werden serviert. Mein Nebenmann, der 1,96 m lange Innenverteidiger Steven Ruprecht, hat sich irgendwie in seinen Fensterplatz gezwängt und versucht mittels Lektüre eines Hochglanzmagazins, seine leidenden Knie zu vergessen.

11 Uhr: Das Gros der Rostocker schläft. Auch, weil die Besatzung im Cockpit maulfaul ist und die Passagiere selbst per Bildschirm nicht über Informationen zum Flug versorgt werden.

11.50 Uhr: Aus dem zunehmenden Druck auf den Ohren und dem Gewackel der Maschine lässt sich schlussfolgern, dass allmählich der Landeanflug einsetzt. Zu sehen ist nicht viel, weil fast alle, die an den Bullaugen sitzen, ihre Sonnenblenden runtergezogen haben.

11.55 Uhr: Tatsächlich. Eine Stewardess meldet sich zu Wort und mahnt das Anschnallen an.

12.16 Uhr: Angenehme Landung auf dem Aeropuerto de Alicante-Elche. 15 Minuten später betreten die Hanseaten spanischen Boden. Lukas Scherff erleichtert nach dem Schönwetterflug: „Es hätte schlimmer kommen können.“

13.35 Uhr: Der Mannschaftsbus „kreuzt“ auf seiner Fahrt zum Quartier im La Manga Club seinen „Artgenossen“ von Borussia Dortmund – die Westfalen reisen ab, die Mecklenburger an.

14.20 Uhr: Der Bus passiert die Schranke des Geländes. Jeder greift sich seine Tasche, stellt sie nur kurz im jeweiligen Appartment ab und begibt sich zu einem späten Mittagessen.

16 Uhr: erstes Training. Zugegen ist bereits eine stattliche Anzahl von zum Teil sogar mit dem Wohnwagen angereisten Fans, nahezu 100 sind es. Von den 15 Grad des frühen Nachmittags ist gefühlt nichts mehr übrig, es tröpfelt teilweise sogar aus aufgezogenen Wolken.

17.10 Uhr: Eine Partie Zwölf gegen Zwölf mit Keeper Fabian Künnemann als Feldspieler mit anschließendem Elfmeterschießen beschließt die erste Einheit.

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