3. Fußball-Liga : Ruprecht haut zum Fest auch mal ordentlich rein

Knecht Ruprecht oder Weihnachtsmann Ioannidis: Auch die Spieler des FC Hansa Rostock freuen sich auf ein paar ruhige und besinnliche Weihnachtstage im Kreise der Familie.
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Knecht Ruprecht oder Weihnachtsmann Ioannidis: Auch die Spieler des FC Hansa Rostock freuen sich auf ein paar ruhige und besinnliche Weihnachtstage im Kreise der Familie.

Hansa-Kicker sind keinesfalls Kostverächter / Jörg Hahnel feiert erstmals außerhalb Deutschlands

svz.de von
25. Dezember 2013, 08:00 Uhr

Ganz traditionell geht es heute bei Steven Ruprecht zu. Der Innenverteidiger des Fußball-Drittligisten FC Hansa Rostock verbringt den Heiligabend mit seiner Frau Nadine bei deren Eltern in der Nähe von Gnoien. Auf den Tisch kommen dabei Kartoffelsalat und Würstchen. „Das gefällt mir sehr gut, weil ich nicht der große Fischesser bin“, so der 26-Jährige, der auch ordentlich „zuschlagen“ will: „Man kann schon mal etwas mehr essen, auch um ein bisschen abzuschalten.“

Dennoch ist er Profi genug und weiß mit der Kalorienmenge umzugehen. „Mittlerweise muss ich schon aufpassen, dass ich nicht zunehme. Wenn ich mir einen Teller Kartoffelsalat reinhaue oder auch zwei, dann muss ich am nächsten Tag ein kleines Läufchen machen, um das Gewissen zu beruhigen“, so Steven Ruprecht, der in diesem Jahr mit dem Besorgen der Geschenke keine Probleme hatte.

Ganz im Gegensatz zu Teamkollege Leonhard Haas. Der gebürtige Bayer, der die Weihnachtstage in Rosenheim verbringen wird, besorgt die Gaben für seine Lieben meist auf den letzten Drücker: „Ich muss ehrlich gestehen, dass ich in der Vergangenheit schon den einen oder anderen Panikkauf getätigt habe.“

Kulinarisch kommt Fisch auf den Tisch. „Das ist schon jahrelang so. Das behalten wir auch bei“, so der 31-Jährige, der sich im Urlaub nicht auf die faule Haut legen kann: „Aufgrund meiner Verletzung werde ich jeden Tag
einige Stunden mit Reha-Übungen verbringen.“

In ihre Heimatnationen verschlägt es die Ausländer-Fraktion des FCH. Nikolaos Ioannidis flog nach Griechenland zur Familie ebenso wie Milorad Pekovic nach Montenegro. „Der Weihnachtsbaum ist geschmückt und wartet schon seit einer Woche auf uns. Die Zeit ist zwar kurz, aber wir fliegen trotzdem nach Hause“, sagt der Routinier, der hofft, nicht gleich zum Trainingsstart am 4. Januar auf die Waage zu müssen: „Bei uns wird es anstrengend. Wir sind ja nur jedes halbe Jahr mal in Montenegro und besuchen dann die gesamte Familie und viele Freunde. Da gibt es eine Menge zu essen. Vor allem die Tanten kochen immer ganz viel.“

Ebenfalls in den Flieger setzt sich Jörg Hahnel, und zwar nicht ins heimische Erzgebirge, sondern weiter in den Süden. „Zum ersten Mal verbringe ich Weihnachten nicht in Deutschland“, verrät „Jockel“, der kurz vor Silvester mit der Familie in die Hansestadt zurückkehrt.

Mit dem Auto in Richtung Niederlande sowie Belgien haben sich Johan Plat und Ken Leemans aufgemacht. „Heiligabend sind wir bei meinen Eltern in Belgien. Den ersten und zweiten Weihnachtstag verbringen wir in Holland bei den Schwiegereltern. Da muss ich hin und her fahren. Das sind rund 200 Kilometer. Für deutsche Verhältnisse ist das nicht viel. In Belgien ist es einmal quer durchs Land“, erklärt Leemans, der sich bereits auf das leckere Essen freut: „Bei meinen Eltern gibt es Hummersuppe, dann Kaninchen mit Kroketten und als Nachtisch meistens Eis. Bei Schwiegermutter kommt immer eine große Platte mit Fleisch auf den Tisch.“

Flügelflitzer Julian Jakobs reist zu seiner Familie nach Siegen. „Viele Freunde und Bekannte habe ich lange nicht mehr gesehen. Für mich war der Umzug nach Rostock schon eine Umstellung, weil ich ja vorher vier Jahre in Siegen spielte. Doch mittlerweile habe ich mich gut eingelebt und freue mich auch darauf, im neuen Jahr wieder zurückzukehren“, sagt der 23-Jährige, der sich um sein Gewicht keinerlei Gedanken machen muss: „Ich brauche keine drei oder vier Wochen, um eine Wampe los zu werden, weil ich erst gar keine mitbringe. Seit ich das erste Mal auf der Waage stand, wiege ich 68 Kilogramm.“

Bei Familie Blacha kommt erneut Fisch auf den Tisch. „Was es allerdings am ersten und zweiten Weihnachtstag gibt, weiß ich gar nicht“, so der mit sieben Toren beste Schütze der Ostseestädter, der diesmal nicht zu seiner Verwandtschaft nach Polen fährt: „Das ist ein bisschen schade. Sonst waren wir in jedem Jahr dort. Aber die Pause ist schon recht kurz, so dass wir diesmal zu Hause bei meinen Eltern bleiben.“

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