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Ruder-DM : Ruderer wollen Titel verteidigen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Vorjahresssieger Marie-Louise Dräger und Stephan Krüger zählen zu den Favoriten bei den Deutschen Meisterschaften in Köln.

Bei den Deutschen Meisterschaften in Köln-Fühlingen und beim Weltcup-Auftakt in Varese (Italien) geht es für die besten Ruder-Athleten schon um alles oder nichts. „Wer im August unter den fünf olympischen Ringen in Rio de Janeiro um die Medaillen rudern will, muss sich in Köln ganz weit vorn platzieren“, weiß Rostocks Rudercoach Meinhard Rahn. „Die Vorbereitung ist abgeschlossen, was folgt, ist die Realität nach hartem Training und nur die Besten der Besten werden am Sonntag ganz oben auf dem Podium stehen und auf die Tickets für Rio hoffen dürfen.“

Von heute an sucht der Deutsche Ruderverband (DRV) seine Spezialisten im Einer und Zweier. Mittendrin statt nur dabei beim Duell mit der nationalen Spitze wollen auch die noch amtierenden Deutschen Meister Marie-Louise Dräger und Stephan Krüger wieder um die Titel rudern. Selbstbewusst nach ihren Siegen bei der Langstrecke in Leipzig und optimistisch nach den letzten Trainingsresultaten, geht es in Köln schon um verdammt viel für den weiteren Verlauf der olympischen Regattasaison. „Wer sich ganz weit vorn positioniert, hat wahrscheinlich die Top-Option im Nominierungsroulette des DRV und die möchte ich mir erkämpfen“, so Krüger. Dafür ist der 27-jährige Sportsoldat Tausende Kilometer gerudert, hat im Winter in Spanien und Portugal geschwitzt sowie ungezählte Tonnen an Eisen im Krafttraining gestemmt. „Er ist der beste Krüger, den ich je trainiert hatte“, beurteilt der Coach die Ausgangssituation. Aber auch die Konkurrenz hat sicher nicht geschlafen. „Da muss ich schon vier Rennen auf höchstem Niveau ins Ziel bringen. Einen Ausrutscher kann ich mir nicht leisten, um meine Ansprüche zu realisieren“, so der „Wikinger“ vom ORC Rostock.

Ähnlich hoch hinaus will auch seine jetzt 35-jährige Vereinskollegin Marie-Louise Dräger. Seit 2005 in Deutschland im Einer der leichten Frauen (bis 57,5 kg Körpergewicht) immer siegreich, ist auch 2016 der Titel das Ziel. Sie trainiert seit Wochen im Angriffsmodus und sieht die DM nur als eine Durchgangsetappe, denn das größte aller Ziele heißt für die kleine Leichte natürlich weiterhin „der Gewinn einer Olympiamedaille. Dafür gebe ich täglich alles. Familie, Coach, Verein, Dienstherr oder Freunde haben mir den Rücken freigehalten“, so die Sportpolizistin und schickt ein „Danke“ an ihre Unterstützer.

Mit Blick voraus auf einen begehrten Rollsitz im Deutschland-Achter kämpft auch der gebürtige Schweriner und jetzige Rostocker Hannes Ocik. In der internen Selektion der ersten „Quali-Runde“ von Erfolgscoach Ralf Holtmeyer spurteten der Ex-Rostocker Felix Drahotta und sein Berliner Partner Anton Braun als Erste über die Ziellinie. Hannes und Co-Pilot Max Munski (Lübeck) waren mit ihrem Resultat unter den eigenen Erwartungen, sind aber optimistisch für die jetzigen DM.

Nicht national, sondern beim Weltcup-Auftakt in Varese (Italien) dürfen Julia Wärmer vom Rostocker RC und der DRV-Achter erstmals ihre Olympiaform testen. Für die DRV-Crew gegen Kanada, Russland und die fliegenden Holländerinnen, wie Deutschland noch ohne Ticket für Rio in dieser Bootsklasse, schon ein Tanz auf der Rasierklinge, denn viel Zeit für Korrekturen bleibt nicht mehr. Was folgen wird, sind die EM in Brandenburg (6. bis 8. Mai) und die Olympia-Qualifikation vor dem Weltcup in Luzern (22. bis 25. Mai). Dort wollen dann auch Marie-Louise, Stephan, Hannes und Co. um Titel, Medaillen und Top-Resultate rudern sowie ihre Rio-Form testen.

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