PSV Rostock : Rostocks größtes Box-Talent fast im Freibad ertrunken

Die Erleichterung steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Box-Talent Ramsan Amkhadov (13), für den nach eigenem Bekunden schon die Olympischen Spiele 2020 in Tokio oder dann 2024 ein Thema sein sollen, wäre kürzlich um ein Haar ertrunken. Zum Glück bekam Trainer Thomas Milster seinen bereits unter Wasser befindlichen Schützling im letzten Moment noch zu packen…
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Die Erleichterung steht ihnen ins Gesicht geschrieben: Box-Talent Ramsan Amkhadov (13), für den nach eigenem Bekunden schon die Olympischen Spiele 2020 in Tokio oder dann 2024 ein Thema sein sollen, wäre kürzlich um ein Haar ertrunken. Zum Glück bekam Trainer Thomas Milster seinen bereits unter Wasser befindlichen Schützling im letzten Moment noch zu packen…

Ramsan Amkhadov war schon untergegangen, als ihn sein Trainer Thomas Milster noch zu packen bekam und aus dem Wasser zog

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24. August 2016, 06:30 Uhr

Schauerliche Nachricht aus der Abteilung Boxen des PSV: Ramsan Amkhadov, Rostocks größtes Box-Talent, wäre kürzlich bei einem Trainingslager in Weimar im dortigen Freibad um ein Haar ertrunken.

Sein Trainer und Lebensretter Thomas Milster bestätigt: „Der ,Burschi‘ ist fast schwer verunglückt. Er hörte auf einmal einfach auf zu schwimmen, weil er nicht mehr konnte. Er hatte eine Blockade. Seine Vereinskameraden Florian Krickow und Justin Treuer waren als Erste bei ihm, sorgten dafür, dass er nicht gleich untergeht. Es war auf Messers Schneide. Zum Glück bekam ich ihn noch an der Badehose gepackt und konnte ihn da rausholen. Das war eine ganz, ganz enge Kiste. Mir haben so die Beine geschlackert! Danach war ich fix und fertig, konnte zwei Nächte lang nicht schlafen.“

Dabei befand sich der Coach zum Zeitpunkt des Beinahe-Unfalls dicht am
Beckenrand. Doch dann ging es ganz schnell.

„Ich war im Tiefen und wusste plötzlich nicht mehr, was ich machen sollte“, berichtet der noch ungeübte Schwimmer Amkhadov. „Flo hat mich festgehalten, er geriet dann sogar selbst erst mal mit mir unter Wasser. Justin hat mir auch geholfen, bis Thomas da war und mich rausgezogen hat.“ So ging letztlich alles glimpflich aus – nicht zuletzt dank des Handelns zweier reaktionsschneller mutiger Jungen.

Inzwischen hat der 13-jährige Ramsan den dramatischen Vorfall verdaut und freut sich schon auf seinen nächsten sportlichen Höhepunkt: Vom 18. bis 24 September wird er gemeinsam mit seinen PSV-Mitstreitern Alex Stips und Mathis Melde an einem Turnier im russischen Rostow am Don teilnehmen. Ja, endlich darf auch der kleine Tschetschene international unterwegs sein. Möglich machts der deutsche Reisepass für Asylbewerber, den er seit kurzer Zeit besitzt.

Weitere erfreuliche Neuigkeit: Ramsan Amkhadov wird mittlerweile von einem Box-Fachausrüster mit Sitz im mecklenburgischen Demen unterstützt. Thomas Milster: „Er ist seit kurzem erster weltweiter Markenbotschafter von 7Punch. Rainer Proch, der Inhaber dieser Sportmarke, hat sich bewusst für unseren jungen Sportler entschieden, weil er überzeugt ist, dass die Bedingungen beim PSV optimal auf ihn zugeschnitten sind.“


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