Paralympische Spiele : Rostocker starten ins Abenteuer Rio

Stolz präsentieren sich die Sportler nach der Einkleidung in Hannover. Hinten von links: Stefan Weil, Oliver Hörauf, Christian Friebel, Thomas Steiger (beide Rostock), Tobias Vestweber. Vorn von links: Johannes Günther, Stefan Hawranke, Michael Feistle, Reno Tiede (Rostock), Anna Heller, Friedhelm Julius Beucher.
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Stolz präsentieren sich die Sportler nach der Einkleidung in Hannover. Hinten von links: Stefan Weil, Oliver Hörauf, Christian Friebel, Thomas Steiger (beide Rostock), Tobias Vestweber. Vorn von links: Johannes Günther, Stefan Hawranke, Michael Feistle, Reno Tiede (Rostock), Anna Heller, Friedhelm Julius Beucher.

Von Frankfurt aus fliegen die deutschen Athleten – darunter sieben Sportler aus der Hansestadt – zu den Paralympics in Brasilien

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31. August 2016, 12:00 Uhr

Für sieben Rostocker Athleten beginnt heute das „Abenteuer“ Paralympics im brasilianischen Rio de Janeiro. Eine ganz besondere Ehre wird den Sportlern dabei zuteil: Gegen 18 Uhr werden sie von Bundespräsident Joachim Gauck offiziell verabschiedet, und um 21.30 Uhr besteigen sie das Flugzeug in Frankfurt/Main.

Mit dabei ist auch Reno Tiede vom Rostocker Goalball-Club Hansa. Bis gestern befand er sich noch in einem kurzen Trainingslager in Marburg. „Wir sind hier schon mal mit der gesamten Mannschaft zusammen. Die Vorfreude ist auf alle Fälle riesig – vor allem morgen, wenn in Frankfurt die gesamte deutsche Delegation abfliegt“, sagt der 26-Jährige.

Insgesamt kämpfen 155 deutsche Sportler in Rio um Medaillen. „Wir freuen uns, dass weitere Athletinnen und Athleten den Weg nach Brasilien antreten können, und hoffen, dass auch sie ihre sportlichen Ziele erreichen werden“, sagt Chef de Mission Dr. Karl Quade. Zusätzliche Plätze resultieren zum einen aus frei gewordenen Plätzen von anderen Nationen, zum anderen aus dem Ausschluss des Nationalen Paralympischen Komitees Russlands, der vom Internationalen Sportgerichtshof CAS bestätigt wurde (NNN berichteten).

Die Goalballer haben ihren Auftakt am 8. September um 13.15 Uhr gegen Algerien. „Vielleicht habe ich da eine Chance, eingewechselt zu werden – je nach Spielverlauf. Wobei ich sagen muss, ich bin gerne derjenige, der reinkommt, wenn es nicht so läuft und ein Ruck durch die Mannschaft gehen muss. Ich kann am besten alle zusammenhalten. Ich will dem Team auf und abseits des Feldes eine Stütze sein. Denn nur gemeinsam können wir das Gesamtziel, soweit wie möglich zu kommen, erreichen“, sagt Reno Tiede.

Vorbereitet hat er sich auf dieses „Abenteuer“, in dem geradezu Tag und Nacht die Olympischen Sommerspiele vor einigen Wochen verfolgt hat. „Dadurch hat man einen kleinen Eindruck bekommen. Ich glaube, es sind nicht die perfekten Spiele wie in London, sondern eher welche mit Ecken und Kanten – aber das macht es ja so aufregend und spannend“, sagt Tiede. Der junge Goalballer hofft aufgrund seiner Angriffsqualitäten auf einen Einsatz beim Spiel gegen Brasilien: „Und dann vielleicht eine Stimmung wie im Hexenkessel durch die einheimischen Zuschauer – das wäre großartig für diese Begegnung.“

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