Deutsche Meisterschaft : Rekordmeister in Feierlaune

Titelfeier im Rostocker Leichtathletikstadion: Die NRW-Auswahl bekommt von Schirmherr Juri Schlünz (rechts) den Siegerpokal zur Deutschen Meisterschaft im Fußball für Menschen mit einer mentalen Beeinträchtigung überreicht.  Fotos: Marie Boywitt
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Titelfeier im Rostocker Leichtathletikstadion: Die NRW-Auswahl bekommt von Schirmherr Juri Schlünz (rechts) den Siegerpokal zur Deutschen Meisterschaft im Fußball für Menschen mit einer mentalen Beeinträchtigung überreicht. Fotos: Marie Boywitt

Nordrhein-Westfalen setzt sich im Finale gegen Hessen durch

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16. Juni 2017, 12:00 Uhr

Mit einem spannenden Finale ist die Deutsche Meisterschaft der Fußballer mit einer mentalen Beeinträchtigung im Leichtathletikstadion zu Ende gegangen. Nach 50 Minuten stand zwischen dem Rekordmeister Nordrhein-Westfalen und Hessen kein Sieger fest – es stand 2:2. Deshalb ging es direkt ins Elfmeterschießen mit fünf Schützen pro Mannschaft, in dem sich die Truppe aus Nordrhein-Westfalen schließlich knapp mit 5:4 durchsetzte – und sich somit die 18. Meisterschaft sicherte. Insgesamt nahmen 170 Fußballer aus neun Bundesländern an diesem Großereignis teil.

„Im Fußball hat es bisher nur die Legende Udo Lattek geschafft, so viele Meisterschaften zu ergattern – das ist schon etwas Besonderes. Aber am meisten freue ich mich für die Jungs, die trotz unserer knappen Vorbereitungszeit diesen Triumph feiern können und genießen sollten“, so Siegertrainer Ulrich Ollesch, der während des Endspiels schon seine Zweifel an einem Erfolg seiner Mannen hatte: „Wir hatten dieses Mal nicht so unsere Sicherheit hinten, dadurch sind die beiden Gegentreffer entstanden.“

Denn gleich zweimal lag sein Team in Führung und hätte die Partie in der regulären Spielzeit entscheiden können. Doch die Hessen gaben sich nie auf und glichen immer wieder aus. „Wir haben dem Favoriten gut etwas entgegengesetzt. Aber schlussendlich muss man gestehen, dass sie eine bessere Qualität haben. Das Leben geht jetzt weiter. Wir wollen in Hessen etwas aufbauen und werden unsere Arbeit nach diesem Erfolg fortsetzen“, so Hessen-Coach und Ex-Bundesliga-Trainer Dragoslav Stepanovic.

In einem waren sich beide Trainer einig: „Dieses Finale war Werbung für unseren Fußball.“ Dem konnte sich auch Hauptorganisator Vernando Reich, zugleich Landestrainer von Mecklenburg-Vorpommerns Auswahl , nur anschließen: „Organisatorisch war es ein tolles Turnier. Wir wären als Gastgeber gerne ins Halbfinale gekommen, aber das war in diesem Jahr nicht drin. Dennoch haben wir in diesem Turnier unsere bisher beste fußballerische Leistung gezeigt.“

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