Eishockey : REC muss gebeutelt zum Spitzenreiter

Keeper Dustin Haloschan zog sich beim 5:6 nach Penaltyschießen gegen Wedemark eine Knieverletzung zu und musste ausscheiden. Bei ihm muss abgewartet werden, was bei der gestrigen MRT-Untersuchung herauskam.
Keeper Dustin Haloschan zog sich beim 5:6 nach Penaltyschießen gegen Wedemark eine Knieverletzung zu und musste ausscheiden. Bei ihm muss abgewartet werden, was bei der gestrigen MRT-Untersuchung herauskam.

Die Rostocker Piranhas sind vor dem heutigen Auftritt in Herne in extremer Personalnot. Geschäftsstellenleiter Dirk Weiemann: „Eigentlich bin ich schon stinksauer“

svz.de von
28. Dezember 2016, 08:00 Uhr

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist die stolze Serie der Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs gerissen: Nach fünf Siegen hintereinander in der Oberliga Nord gab es zu Hause nach großem Kampf eine 5:6-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Wedemark Scorpions (NNN berichteten).

Schon heute um 20 Uhr geht es für die Piranhas mit einem sehr schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer Herner EV weiter, der bereits stolze elf Punkte Vorsprung auf den Zweiten Tilburg Trappers hat. Allerdings sind auch die „Ice Cracks“ nicht unverwundbar: Am Montag unterlagen sie beim Dritten Füchse Duisburg mit 6:7 nach Penaltyschießen. Und der REC selbst hat ebenfalls schon bewiesen, dass die Herner, und seien sie noch so hoch favorisiert, schlagbar sind: Im Hinspiel gelang den Ostseestädtern ein 2:1 n. P. Es war das erste Spiel nach der Beurlaubung von Trainer Sergej Hatkevitch, und bei dieser Partie standen vor der Amtsübernahme von Coach Ken Latta interimsmäßig Vereins-Urgestein Manfred Jurczyk und Freibeuter-Spielertrainer Tobias Mundt als Verantwortliche hinter der Bande.

Dass die Piranhas ein ähnliches kleines Wunder wiederholen können wie im Oktober, ist jedoch fraglich, und zwar auf Grund der Personallage. Diese ist nach wie vor sehr angespannt, um nicht zu sagen dramatisch.

Neben den Langzeitverletzten Tobias John und Florian Brink (beide Schulter), fehlen weiter Julius Bauermeister (krank), Paul Stratmann (Rückenblessur), Jannik Striepeke (Schulter) und wohl auch Ulib-Gleb Berezovskyy (Grippe). Zu allem Überfluss zog sich gegen Wedemark Keeper Dustin Haloschan eine Knieverletzung zu. Der zweite Torhüter Niko Stark, der ihn ab der 39. Minute vertrat, plagt sich derzeit ebenfalls mit einer Erkältung herum. Hinzu kam auch noch eine Knöchelblessur von Arthur Lemmer, so dass der drittbeste Scorer des REC (zwölf Tore/ 13 Vorlagen) voraussichtlich ebenfalls ausfällt. „So was habe ich noch nicht erlebt. Wir sind in dieser Saison wirklich sehr stark vom Verletzungspech gebeutelt“, sagt Geschäftsstellenleiter Dirk Weiemann.

Die Piranhas werden das Match in Herne nun mit neun fitten Spielern und zwei angeschlagenen antreten. „Ich bin schon sehr enttäuscht von Herne und auch vom Ligenleiter Oliver Seeliger. Von beiden Seiten kam leider kein Verständnis für unsere sehr angespannte und schwierige Situation. Das hätte man auch anders lösen können. Nun werden wir so personell arg gebeutelt zum Spitzenreiter fahren und müssen das Beste aus dieser Situation machen. Eigentlich bin ich schon stinksauer“, so Weiemann.

Am Freitag (20 Uhr Eishalle Schillingallee) geht es gegen die Icefighters Leipzig weiter.


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