Eishockey : Piranhas in Tilburg kurz vor dem Anschlusstreffer, da fiel das 2:5

Bereitete das 2:4 vor: Michal Bezouska (links, hier in einem früheren Spiel). Danach lag der Anschlusstreffer in der Luft, doch statt dessen fiel das 2:5…
Bereitete das 2:4 vor: Michal Bezouska (links, hier in einem früheren Spiel). Danach lag der Anschlusstreffer in der Luft, doch statt dessen fiel das 2:5…

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08. Oktober 2018, 09:54 Uhr

Die Piranhas des Rostocker Eishockey-Clubs unterlagen am Sonntag beim Meister und Tabellenführer der Oberliga Nord, dem niederländischen Team Tilburg Trappers, vor über 2000 Zuschauern in dessen IJssportcentrum 2:5 (0:1, 0:3, 2:1).

Bereits um 4.30 Uhr hatte sich der REC-Tross Richtung Holland auf die 630 Kilometer lange Reise gemacht.

Nach einem 0:1 im ersten Durchgang leistete sich Thomas Voronov einen Faustkampf, den er zwar positiv gestalten konnte, doch die darauffolgende persönliche Zehn-Minuten-Strafe zwang Trainer Christian Behncke zu Reihenumstellungen. Dies wussten die Gastgeber gnadenlos zu nutzen. Doch selbst das jeweils in Überzahl kassierte 0:3 und 0:4 war nicht der Genickbruch für die Piranhas. Sie kamen im dritten Abschnitt durch Viktor Beck und Thomas Voronov innerhalb einer Minute zum 2:4. Nun wackelten die Tilburger, der Anschlusstreffer lag in der Luft – bis das 2:5 fiel… „Das Schlussdrittel gehörte uns, und wer weiß, was passiert wäre, wenn uns noch das 3:4 gelungen wäre. Mit ein bisschen Glück und einem stärkeren Mitteldrittel hätten wir heute einen Punkt mitnehmen können“, meinte REC-Mannschaftsleiter Dirk Weiemann.

„In Tilburg zu verlieren ist keine Schande“, befand Coach Christian Behncke und berichtete: „Wir sind gut aus der Kabine gekommen, haben konzentriert gespielt, hatten nur ein bisschen Pech beim ersten Treffer für Tilburg. Auch das zweite Drittel begannen wir gut, bekamen dann aber in eigener Überzahl zwei Gegentore. Wir wussten, dass wir uns nicht verstecken brauchen, also starteten wir das dritte Drittel wieder ordentlich und kamen zu zwei Toren. Leider fiel dann unglücklich das 2:5, als ein Schüsschen von der blauen Linie unter dem Schoner von Jakub Urbisch ins Tor rutschte. Damit war das Spiel verloren.“ Man habe aber gesehen, „dass wir auch gegen Tilburg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung punkten können“.

Seine Mannschaft, versicherte Behncke, habe jetzt zwar zwei Spiele verloren, werde sich jedoch nicht unterkriegen lassen und nächste Woche (diesen Freitag bei den Icefighters Leipzig und Sonntag daheim gegen die Harzer Falken Braunlage – d. Red.) „wieder voll angreifen und sechs Punkte anpeilen“.

REC Piranhas: Urbisch (Dalgic) – Kohlstrunk, Kröber, Teljukin, Kohl, Hartmann – Koopmann, Bezouska, Brockelt, Piehler, Classen, Becker, Voronov, Beck, Patocka, Kurka

Tore: 1:0 D. Stempher (10.), 2:0 D. Stempher (36.), 3:0 Heuvel (39. – in Unterzahl), 4:0 Collier (40. – in Unterzahl), 4:1 Viktor Beck (43./Vorlage: Werner Hartmann), 4:2 Thomas Voronov (44./Michal Bezouska), 5:2 Verkiel (52.)

Strafminuten: Tilburg 14, Rostock 12+10 (Voronov wegen unnötiger Härte)

Zuschauer: 2209


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